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GLP kämpft gegen Altpapier:Werbung in Briefkästen nur noch auf Wunsch

GLP kämpft gegen Altpapier
Werbung in Briefkästen nur noch auf Wunsch

Jährlich landen Millionen Werbesendungen von unserem Briefkasten direkt in den Müll. Zu viel, findet GLP-Nationalrätin Katja Christ. Sie fordert, dass unadressierte Werbung nur noch explizit auf Wunsch zugestellt werden soll.
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Die Schweizerische Post hat 2018 rund 2,7 Milliarden Werbesendungen zugestellt. Ein grosser Teil dieser unadressierten Zustellungen landet im Altpapier. In Amsterdam gibt es seit 2018 die Regelung, dass nur Leute, die den Kleber «Werbung erwünscht» haben, wirklich Werbung bekommen. So soll die Stadt rund 6000 Tonnen Altpapier verhindern.

Bei uns kommt jetzt der politische Vorstoss, dass man nur Werbung bekommt, wenn man das will – und zwar von GLP-Natinalrätin Katja Christ. «Ich nerve mich über diesen Altpapierberg. Ich will keine Werbung, da soll sich was ändern. Ich verstehe nicht, wieso ich aktiv hinschreiben muss, wenn ich keine Werbung will und nicht umgekehrt!» Sie weiss aber auch, dass
das nicht bei allen gut ankommen wird. Vor allem bei den Firmen, die auf Werbung zählen.

«Es muss ein Umdenken stattfinden in der Branche. So muss man halt an die Adresse kommen oder auf einem anderen Weg
Werbung machen. Das ist sowieso zukunftsträchtig.» Befürworter findet sie beim Konsumentenschutz. «Man macht sich Überlegungen, ob es das überhaupt noch braucht als Konsument», sagt Geschäftsleiterin Sara Stalder. «Schon jetzt haben über 50% den Stopp-Kleber.» Wenn man Werbung will, müsse man das bekunden.

Laut Stalder gibt es Ausnahmen wie etwa politische Werbung oder amtliche, behördliche Postsendungen, die es einfach braucht. Das gehöre zum Demokratieverständnis.

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