Weil SVP-Glarner auftritt
SP Niedergösgen boykottiert 1.-August-Feier

Weil in Niedergösgen Andreas Glarner an der 1.-August-Feier als Festredner auftritt, geht die lokale SP auf die Barrikaden. Das ärgert den SVP-Nationalrat.
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Andreas Glarner wird die Festrede an der 1.-August-Feier in Niedergösgen halten.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SP Niedergösgen boykottiert 1.-August-Feier wegen Festredner Andreas Glarner
  • Glarner wird Intoleranz und Hetze vorgeworfen, dieser wehrt sich
  • Die SVP wählte Glarner als Redner, da sie 2026 turnusmässig zuständig ist
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Bei der SP Niedergösgen ist man sauer: «Wir können nicht an der 1.-August-Feier teilnehmen», heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Der Grund ist der Festredner. Bei der Bundesfeier auf dem Schulhausareal wird SVP-Nationalrat Andreas Glarner (63) die Rede halten. Das bringt die Linken auf die Palme. «Wie um Himmels Willen kommt die Parteileitung der SVP Niedergösgen dazu, ausgerechnet den SVP-Nationalrat Andreas Glarner als Festredner an die 1.-August-Feier in Niedergösgen einzuladen?», schreibt die SP. Zuerst hatte das «Oltner Tagblatt» darüber berichtet. 

Glarner «hetzt gegen Andersdenkende» und habe «keinen Anstand», so die Partei weiter. Das sei aber das Mindeste, was man von einem Festredner erwarten dürfte. «Wir werden mit diesem Festredner nicht an der 1. August-Feier in Niedergösgen teilnehmen. Leider!»

«Es ist völlig daneben»

Gegenüber dem «Oltner Tagblatt» zeigt sich Glarner wenig erfreut über die Aktion der SP. «Es ist völlig daneben, wenn eine Bundesratspartei der Rede eines vom Volk gewählten Nationalrats fernbleibt. Die, die Toleranz fordern, sind selbst am intolerantesten.»

In Niedergösgen teilen sich die SP, Mitte, FDP und SVP jeweils die Wahl des Festredners auf. Jedes Jahr darf eine andere Partei entscheiden, in diesem Jahr war es nun die SVP. Deren Präsident sagt gegenüber der Zeitung, bei der Feier gehe es um das Zusammenkommen verschiedenster Leute. «Bleibt man dem Anlass fern, zeigt man, dass man nicht hinter der Demokratie steht.»

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