Darum gehts
- SVP-Nationalrat Andreas Glarner fordert Amnestie für Corona-Zertifikatsfälscher in der Schweiz
- Betroffene wie Granit Xhaka und Patrick Fischer sorgten für Schlagzeilen
- Tausende Strafverfahren wegen Covid-Zertifikatsfälschungen sind schweizweit anhängig
«Fünf Jahre nach Ende der Pandemie müssen wir aufhören, Leute zu drangsalieren», sagt Andreas Glarner (63) gegenüber dem Portal «Schweiz heute». Der Aargauer SVP-Nationalrat will eine Amnestie für Corona-Sünder. Wer sich, während der Corona-Zeit illegal einen Impfnachweis oder eine Maskendispens aufgetrieben hat, soll keine Konsequenzen mehr fürchten müssen. Erst vor Kurzem machten wieder prominente Zertifikats-Schummler Schlagzeilen. Neben Eishockey-Nationalcoach Patrick Fischer (51) soll sich auch Fussballstar Granit Xhaka (33) ein gefälschtes Impfzertifikat ausgestellt haben lassen.
Glarner will deshalb einen Vorstoss einreichen. Ihm geht es laut «Schweiz heute» nicht um die Fälle Xhaka und Fischer, ihm gehe es um die Verhältnismässigkeit. Er bemängelt, dass es faktische Berufsverbote gegeben habe, obwohl die Impfung keine Ansteckung Dritter hätte verhindern können.
Dass es gute Gründe für Masken und Impfungen gab, bestreitet Glarner zwar nicht. Trotzdem moniert er heute: «Nach allem, was heute bekannt ist, hätte dieser faktische Impfzwang und der Zwang zum Tragen der weitestgehend nutzlosen Masken nie verfügt werden dürfen.» Ausnehmen von der Strafbefreiung will Glarner Fälle, bei welchen Dritte geschädigt wurden.
Xhaka und Fischer werden nicht die Einzigen sein
Es gibt zwar keine offiziellen Zahlen, doch es dürfte schweizweit Tausende Strafverfahren wegen Covid-Zertifikatsfälschungen gegeben haben. Teile dieser Verfahren seien immer noch offen, bestätigte die St. Galler Staatsanwaltschaft gegenüber «Schweiz heute».