Es war vielorts ein Schock: Die Strompreise sind in diesem Jahr teilweise deutlich gestiegen. Im Schnitt müssen wir 18 Prozent mehr für die Elektrizität bezahlen – nachdem schon 2023 die Preise gestiegen sind. Jetzt könnte sich das Blatt wenden. Für das kommende Jahr müssen die Energieversorger bis spätestens Ende August ihre Preise dem Bund bekanntgeben.
Einiges deutet darauf hin, dass die Preise wieder leicht sinken könnten. Schon bei der Abstimmung zum Stromgesetz hatte Michael Frank, Direktor des Verbands der Schweizerischen Elektrizitätsunternehmen (VSE), Hoffnungen gemacht. In der Tendenz könnten die Preise leicht sinken, sagte er im Blick-Interview.
Senkung wahrscheinlich – aber um wie viel?
Eine Umfrage des Verbandes im Juni zeigte, dass 75 von 83 teilnehmenden Stromversorgern ihre Strompreise sicher oder wahrscheinlich senken wollen. Im Unterschied zu den letzten Jahren – als der Strompreis auch von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine geprägt war – hat sich die Situation auf den europäischen Märkten entspannt. Auch die Kosten für die Stromreserve sinken.
Geschätzt wird, dass die Strompreise für einen typischen Haushalt wohl um rund acht Prozent sinken könnten. Auch die Tarife für Firmenkunden sinken je nach Stromverbrauch im Median um acht oder neun Prozent.
Die schweizweiten Tarife wird die schweizerische Elektrizitätskommission Elcom, die die Strompreise jeweils prüft, an einer Medienkonferenz Anfang September verkünden. Doch einzelne Versorger können die Strompreise schon vorab veröffentlichen. Die neusten Infos findest du im Liveticker.