Darum gehts
- Seegras in Schweizer Seen sorgt für Probleme und hohe Kosten
- Rapperswil-Jona investierte 20'000 CHF in Mähboote im Jahr 2025
- 120-160 zusätzliche Arbeitsstunden belasten Werkdienste 2026 stark
Wer die letzten sonnigen Tage zum Schwimmen in Seen genutzt hat, wurde oftmals unliebsam überrascht. Seegras verfängt sich zwischen Beinen und Händen. Wird es davon zu viel, müssen die Gemeinden eingreifen. Das geht ins Geld.
Zum Beispiel am Zürichsee. In Rapperswil-Jona kommt jeweils ein Mähsammelboot zum Einsatz. Das schneidet das Seegras und nimmt es gleichzeitig auf. So musste es zum Beispiel den Sprungturm des Freibads Jona vom Gewächs befreien. Rund eine Woche lang war dieser deswegen gesperrt, wie der «Tages-Anzeiger» berichtete.
20'000 Franken im vergangenen Jahr
Im vergangenen Jahr kosteten die Mäh-Boote nur in Rapperswil-Jona rund 20'000 Franken, wie das Onlineportal «Linth24» berichtet. In diesem Jahr dürften die Kosten gemäss der Stadt deutlich höher sein. Beim Werkdienst sind schon 120 bis 160 zusätzliche Arbeitsstunden angefallen.
Das Problem gibt es auch an anderen Seen. Im Herbst 2025 verkaufte die Stadt Zürich ein Mähboot für Wasserpflanzen nach Morges VD, wo es am Genfersee wirken soll, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA im April berichtete.
Auf dem Bodensee wurde kürzlich sogar ein Fährschiff vom Seegras gestoppt. Die historische Fähre Konstanz musste von der Wasserpolizei gerettet werden, wie der «Südkurier» schreibt.