Roger Schawinski verfolgt die UKW-Abstimmung
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«Oh mein Gott, haarscharf»:Roger Schawinski verfolgt die UKW-Abstimmung

Schlappe für SRG
Das Wichtigste zum UKW-Entscheid

Das Parlament hat entschieden: UKW bleibt vorläufig. Und offenbar will nun auch die SRG nachziehen. Die wichtigsten Informationen und was das für die SRG bedeutet.
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Bringt sie UKW auch bei der SRG zurück? Nun steht SRG-Generaldirektorin Susanne Wille im Fokus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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Anna Clara KohlerRedaktorin Politik

Der Ständerat hat am Dienstag entschieden: UKW kann bleiben. Das Parlament hat sich damit gegen die bereits 2014 vereinbarte Abschaltung der UKW-Sender gestellt. Nun will auch die SRG zurückrudern und zu UKW zurückkehren, wie die Radio- und Fernsehgesellschaft am Donnerstag bekanntgab.

Das wäre nicht überraschend. Denn die SRG hat bisher als einziger Sender Ende 2024 UKW verlassen - und eine halbe Millionen Hörerinnen und Hörer verloren. Die Privaten sind geblieben. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

Warum hat die SRG als einzige UKW abgeschaltet?

Eigentlich wollten sich alle Radiosender zurückziehen von UKW. So lautete eine frühere Vereinbarung zwischen den Privatradios und der SRG. Die SRG ging als Vorreiterin voran und schaltete UKW Ende 2024 ab. Die SRG hat infolgedessen viele Hörerinnen und Hörer verloren. Dies führte bei den Privaten zu einem Umdenken. Sie wurden politisch aktiv, der frühere Entscheid wurde nun im Parlament gekippt. Auch über 2027 hinaus darf nun auf UKW gesendet werden.

Geht die SRG zurück zu UKW?

Die SRG gab am Donnerstag bekannt, dass sie auf UKW zurückkehrt. «Die Politik und Teile der Bevölkerung erwarten eine Weiterführung der UKW-Verbreitung», teilte die SRG-Medienstelle zuvor mit.

Wie schnell kann die SRG zurückkehren?

Das ist nicht klar. Es gibt auch Hürden: Die SRG hat die Konzession zurückgegeben, erst für 2027 werden die Konzessionen wieder neu ausgeschrieben. Das Bundesamt für Kommunikation müsste entscheiden, ob die SRG früher zurückkehren kann. Sofort kann dies also so oder so nicht geschehen.

Was heisst das für Autofahrerinnen, die ein neues Radio gekauft haben?

Die Verlängerung der UKW-Verbreitung bedeutet nicht ein Aus für DAB+. DAB und UKW sollen nebeneinander betrieben werden, sagte SVP-Ständerat Hannes Germann (69) während der Debatte im Parlament. Tatsächlich wäre die Umstellung rückblickend nicht nötig gewesen, sollte die SRG wieder zu UKW zurückkehren. Verschiedene Ständeräte mahnten in der Debatte denn auch an, die Politik müsse verlässlich sein.

In Autobahntunnel wurde UKW schon abgebaut. Dort wird es weiterhin ein Rauschen geben.

Was bedeutet das kostenmässig?

«Die UKW-Infrastruktur kostet mehrere Millionen Franken jährlich», so Bundesrat Rösti. Dies würde über die Gebührengelder finanziert. Es seien Gelder, die sonst bei einer Abschaltung in journalistische Arbeit fliessen könnten.

Die SRG bezifferte die Kosten für UKW auf 15 Millionen pro Jahr. Der Medienkonzern zeigt sich verärgert über die Privatradios. Man habe sich an eine Abmachung gehalten, betont die SRG auf Anfrage von Blick. «Die SRG ist solidarisch vorausgegangen, um den Privaten, die von Werbegeldern abhängig sind, den Weg zu bahnen.»

Was bedeutet dies für die Abstimmung über die Halbierungsinitiative der SRG?

Die Radiosender der SRG verloren massiv an Hörerinnen und Hörer mit der Umstellung auf DAB+ – und verärgerten diese. Eine Rückkehr könnte die Gemüter im Vorfeld der Abstimmung beruhigen.

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