Darum gehts
- Bürgerliche sichern sich drei Freiburger Regierungssitze
- Vier Sitze bleiben für den zweiten Wahlgang offen
- Vertretung der Deutschfreiburger bleibt ungewiss
Erfolg für die Bürgerlichen bei den Regierungswahlen im Kanton Freiburg: Die beiden bisherigen FDP-Staatsräte Romain Collaud (42) und Didier Castella (56) sowie Mitte-Nationalrätin Marie-France Roth Pasquier (58) erreichten am Sonntag das absolute Mehr und sind damit bereits im ersten Wahlgang gewählt.
Vier der sieben Regierungssitze bleiben vorerst unbesetzt. Die fünf Kandidierenden des bürgerlichen Bündnisses aus FDP, Mitte und SVP belegten die ersten fünf Plätze. Der deutschsprachige Mitte-Politiker Markus Julmy (55) und der bisherige SVP-Staatsrat Philippe Demierre (58) verpassten jedoch das absolute Mehr, sie müssen auf den zweiten Wahlgang hoffen.
Das linke Bündnis landete geschlossen auf den Plätzen sechs bis zehn. Am meisten Stimmen erhielt die Sozialdemokratin Lise-Marie Graden (52), die rund 2000 Stimmen vor der bisherigen grünen Staatsrätin Sylvie Bonvin-Sansonnens (54) lag. Die deutschsprachige SP-Kandidatin Stephanie Tschopp (42) erreichte Platz acht.
Schaffen es zwei Deutschsprachige?
In der siebenköpfigen Kantonsregierung waren bisher fünf Sitze in bürgerlicher Hand. Drei Regierungsmitglieder traten nicht mehr zur Wiederwahl an: Die beiden Mitte-Staatsräte Jean-Pierre Siggen (64) und Olivier Curty (54) sowie der Sozialdemokrat Jean-François Steiert (65).
Interessant ist in Freiburg auch die Vertretung der beiden Sprachregionen in der Kantonsregierung: Ob die deutschsprachige Minderheit, die rund ein Viertel der Kantonsbevölkerung ausmacht, künftig wieder mit zwei Personen im Staatsrat vertreten sein wird, ist vorerst offen. Der zweite Wahlgang findet am 29. November statt.
Die Schlussresultate der Kantonsparlamentswahlen werden am frühen Abend erwartet.
Und der «Chuck Norris» der Schweiz?
Neben Regierung und Parlament werden in Freiburg auch die sieben Oberamtspersonen neu gewählt. Sie vertreten die Kantonsregierung in den Bezirken.
Für nationale Aufmerksamkeit sorgte der ehemalige Elitepolizist Adrian Leuthard (53), der für die SP im Sensebezirk kandidiert. Bekannt wurde er auch als «Chuck Norris der Schweiz». Leuthard landete im ersten Wahlgang auf Platz zwei. Im zweiten Wahlgang vom 29. November dürfte er mit Bojan Seewer (46, Mitte) um das Oberamt kämpfen.
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