Darum gehts
- 500 Frauen blockierten Paradeplatz in Zürich am Samstag wegen Frauentags-Demo
- Unbewilligte Demo unter dem Motto «Feministisch und militant», blieb friedlich
- Seile blockierten Trams, Zürcher Stadtpolizei liess Protest gewähren
Verschmierte Tramhäuschen und eine UBS-Filiale voller Farbe: Geschätzt 1000 Frauen haben am Samstag an der Demonstration zum Frauentag in Zürich teilgenommen. Entlang der Route vom Paradeplatz zum Helvetiaplatz gab es zahlreiche Sachbeschädigungen.
Zuvor hatten rund 500 Demonstrantinnen den Paradeplatz blockiert. Obwohl die Demonstration keine Bewilligung hatte, liess die Zürcher Stadtpolizei die Frauen bis auf Weiteres gewähren. Voraussetzung war, dass es friedlich bleibe.
Hetero-Männer sollen «soldiarisch fernbleiben»
Einige vermummte Frauen spannten Seile über die Geleise, so dass der Tramverkehr blockiert wurde. Neben Frauen mit violetten Fahnen waren auch viele Iranerinnen, Kurdinnen und Pro-Palästina-Aktivistinnen an der Kundgebung.
Motto der Demo war «Feministisch und militant». Schon kurz, nachdem sich der Demonstrationszug in Bewegung setzte, kam es zu ersten Schmierereien an Schaufenstern. Bei mehreren Tramstationen bemalten Vermummte den Boden mit roter Farbe.
Polizei mit Grossaufgebot im Einsatz
Die Stadtpolizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort, liess die Frauen aber gewähren. Männer waren im Demonstrationszug praktisch keine zu sehen. Schon auf dem Flyer wurden Männer dazu aufgerufen, der Kundgebung «solidarisch fernzubleiben».
In einzelnen Situationen kam es zu Konfrontationen zwischen Demonstrierenden und der Polizei, wie BRK News berichtete. Dabei werfen einzelne Demonstrierende Feuerwerkskörper in Richtung der Polizei. Die Polizei reagierte auf die Situation und setzte Gummischrot sowie Tränengas ein. Zur Absicherung des Einsatzes stand zudem ein Wasserwerfer im Einsatz. Mehrere Gitterfahrzeuge der Polizei wurden eingesetzt, um Strassen zu sperren und den Demonstrationszug zu kontrollieren.