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Direkt vor dem Bundeshaus:Hier wird Martullo-Blocher mit dem Porsche abgeholt

Bloss kein Schritt zu viel!
Martullo-Blocher gönnt sich Porsche-Privileg direkt vor Bundeshaus

Wenns eilt, dann wartet vor dem Bundeshaus auch mal ein Porsche auf Ems-Chefin Martullo-Blocher. Dort, wo sonst niemand parkiert. Wie ist das möglich? Und hat die SVP-Nationalrätin ein Faible für Sportwagen?
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So prominent darf sonst selten jemand vor dem Bundeshaus parkieren: der Porsche, der SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher abholt.
Foto: Blick

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Porsche 911 wartete am Donnerstagabend prominent neben dem Bundeshaus
  • SVP-Nationalrätin Martullo-Blocher liess sich mit Gepäck chauffieren
  • 27 Parkplätze stehen Parlamentariern auf dem nahegelegenen Casino-Parking zur Verfügung
Lucien Fluri
Lucien FluriCo-Ressortleiter Politik

Das Auto erregt Aufmerksamkeit. Der Sicherheitsdienst kommt aus dem Bundeshaus und spricht den Chauffeur an. Asiatische Touristen schauen auf den silbergrauen Sportwagen, der prominent beim Bundeshaus parkiert ist. Ein Berner Mitte-Nationalrat guckt das Auto beim Verlassen des Parlaments neugierig an. Er muss mit dem E-Bike nach Hause fahren.

Wenige Autos erregen in Bundesbern so viel Aufmerksamkeit. Doch an diesem Donnerstagabend ist neben dem Bundeshaus ein Porsche 911 parkiert: an bester Lage, ganz prominent zwischen Blumentrögen und dem bekanntesten Gebäude der Schweiz. Hier darf, ausser den Sicherheitskräften, sonst niemand über eine halbe Stunde lang sein Auto abstellen. Ganz selten steht neben dem Bundeshaus ein schwarzer Diplomatenwagen, in dem ein Chauffeur wartet.

Es ist der Porsche, der auf SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher (57) wartet. Die Session hat schon am Mittag offiziell aufgehört. Es wäre jetzt Zeit, um ins Wochenende oder den angestammten Beruf abzureisen. Doch Sitzungen verhindern bis am Abend, dass sich die Parlamentarier aus Bern loseisen.

Und die vielbeschäftigte Ems-Lenkerin Martullo-Blocher hat es offenbar eilig, aus der Bundesstadt wegzukommen. Über eine halbe Stunde wartet der Fahrer, bis sie kommt. Dann eilt sie mit Gepäck heran, übergibt dies dem wartenden Mann und lässt sich wegchauffieren, wie Blick beobachtet hat. Der Motor röhrt, die Nationalrätin sitzt auf dem Beifahrersitz.

Kurz anhalten wäre schon erlaubt

Einst war der neben dem Bundeshaus gelegene Bundesplatz einer der zentralsten Parkplätze der Schweiz. Jeder konnte hier sein Auto abstellen. Doch Anfang der Nullerjahre wurde der Bundesplatz zum öffentlichen Platz umfunktioniert. Heute gilt Parkierverbot. Illegal war der wartende Supersportwagen aber nicht.

«Fahrzeuge, die offizielle Gäste oder Personen, deren Arbeitsort im Parlamentsgebäude ist, transportieren, dürfen jeweils kurz vor dem Parlamentsgebäude halten», schreiben die Parlamentsdienste auf Anfrage von Blick. Was genau «kurz» bedeutet, ist nicht näher definiert. So oder so: Die meisten anderen Parlamentarier haben keinen Porsche, der sie abholt. Wer selbst mit dem Auto anreist, kann einen der 27 Bundesparkplätze im nahe gelegenen Casino-Parking nutzen.

Die Ems-Chefin ist schon mehr als einmal gesehen worden, wie sie im silbergrauen Porsche an Anlässe chauffiert wurde. An SVP-Fraktionsanlässe kam sie auch schon mit dem Helikopter angeflogen, wie Blick aus zuverlässiger Quelle weiss.

Ob die Ems-Chefin ein Faible für schnelle Autos hat, ist nicht bekannt. Und gegenüber Blick beantwortet sie auf Anfrage auch nicht, ob der zweisitzige Sportwagen tatsächlich ihre offizielle Dienstlimousine ist und – falls das so wäre – warum die Wahl ausgerechnet auf die ungewöhnliche Chauffeur-Limo fiel. «Der Porsche, der Frau Martullo abholte, parkierte nicht vor dem Bundeshaus. Er wartete lediglich seitlich des Bundeshauses, bis sie mit dem Gepäck aus der Session eintraf», hält ihr Sprecher fest.

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