Plötzlich doch Steuergeld für Schwingfest-Muni
Urner Politik sieht rot

Der Verein, der den mächtigen Holz-Muni vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest auf den Nätschen bringen will, gerät in die Kritik. Entgegen aller Ankündigungen brauche er doch öffentliche Gelder für das Projekt.
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Holz-Muni Max, das Wahrzeichen am vergangenen Schwing- und Älplerfest in Mollis GL, soll erhalten bleiben.
Foto: ESAF 2025 Glarnerland+ / Fritz Leuzinger

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kritik im Kanton Uri: Verein «Max, der Uristier» benötigt 50’000 Franken Staatsgelder
  • Trotz privater Initiative fehlen für 2,7-Millionen-Projekt Machbarkeitsstudie und Businessplan
  • Finanzierungslücke von 250’000 Franken offen, Kantonsparlament fordert Rückzug des Antrags
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Daniel BallmerRedaktor Politik

So hat sich das die Urner Politik aber nicht vorgestellt. In die Kritik geraten sind die Regierung und der Verein «Max der Uristier». Dieser will den mächtigen Holz-Muni vom vergangenen Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Mollis GL auf dem Nätschen oberhalb von Andermatt aufstellen – und braucht dafür entgegen aller Ankündigungen öffentliche Gelder. Für Kantonsparlamentarier ist das ein rotes Tuch.

Die Nachricht, dass der Verein vom Kanton 50'000 Franken im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) erhalte, habe in der Urner Politik für einen Aufschrei gesorgt, berichtet der «Bote der Urschweiz». Im Kantonsparlament sei diese Woche kritisiert worden, der Verein habe immer wieder betont, es handle sich um eine private Initiative. Der Kanton sei nicht involviert. 

Verein widerspricht

Dem widerspreche der Verein in einem Schreiben. Die Behauptung einer bewussten Verschleierung oder Intransparenz sei nicht haltbar. Im Gegenteil: Die Absicht, einen Antrag zu stellen, sei «transparent und wiederholt» öffentlich gemacht worden. Einen Beleg erbringe der Verein allerdings nicht, merkt der «Bote der Urschweiz» an.

Im Kantonsparlament sei man denn auch nicht einverstanden: «Offenbar hat der Verein diese Kommunikation aber sehr still und leise gemacht», wird Mitte-Landrat Gisler zitiert.

Bemängelt worden sei auch, dass die NRP-Gelder für eine Machbarkeitsstudie und einen Businessplan mit Betriebskonzept benötigt würden – ein halbes Jahr, nachdem der Holz-Muni auf dem Nätschen stehen sollte. Es sei erstaunlich, Geld zu erhalten ohne Machbarkeitsstudie und Businessplan. Dem Verein wurde empfohlen, den NRP-Antrag zurückzuziehen.

Noch immer fehlt Geld

Der Verein selber gebe über seine schriftliche Mitteilung hinaus keine Auskunft, schreibt die Zeitung weiter. Darin werde betont, dass die Finanzierung des Muni-Projekts «solide abgestützt» und «breit getragen» sei. Gleichzeitig aber werde dann doch eine Finanzierungslücke von rund 250'000 Franken eingeräumt. Bei einem Gesamtaufwand von 2,7 Millionen Franken sind das immerhin fast zehn Prozent.

Wo das Geld herkommen soll, bleibt offen. Im Kanton Uri dürfte das Thema noch nicht erledigt sein.

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