Panne im Kanton Zürich
Jahrelang keine Steuern eingefordert – jetzt kommt die saftige Rechnung

Aufgrund eines Softwarefehlers mussten Dutzende Zürcher Firmen jahrelang keine Kirchensteuern bezahlen. Nun fordert der Staat die ausstehenden Beträge nachträglich ein. Es ist nicht der erste Fall dieser Art in der Schweiz.
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177 juristische Personen mussten in Langnau ZH jahrelang keine Kirchensteuern bezahlen – wegen eines Fehlers.
Foto: Screenshot Google Maps

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Langnau fordert Kirchensteuer bei Firmen nach Softwarewechsel nicht ein
  • 177 juristische Personen betroffen, Jahre 2020 bis 2024
  • Jetzt müssen die Firmen nachbezahlen, Beträge geheim
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Patrick GerberRedaktor Politik

Die Zürcher Gemeinde Langnau am Albis hat während mehrerer Jahre bei Dutzenden Firmen keine Kirchensteuer eingefordert. Das Problem entstand offenbar bei einem Wechsel des Softwareherstellers im Jahre 2023, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Der Fehler wurde erst im Nachhinein entdeckt. 

Rund 177 juristische Personen sind davon betroffen, erklärte Gemeindeschreiber Adrian Hauser gegenüber der Zeitung. Es gehe um Rechnungen aus den Jahren 2020 bis 2024. Die Firmen müssen nun diese Beträge nachträglich bezahlen. Um wie viel Geld es geht, konnte der Gemeindeschreiber nicht offenlegen – mit Verweis auf Datenschutz und Steuergeheimnis. 

Immer wieder Fehler bei Rechnungen

Auch andernorts pfuschten Gemeinden oder Städte bereits, wenn es um Rechnungen ging – wenn auch nicht bei der Kirchensteuer. So hat etwa die Gemeinde Twann BE mehreren Liegenschaftsbesitzern jahrelang keine Rechnungen für die Abwassergebühren zugestellt. Der Fall kam vor einiger Zeit ans Licht. Die Betroffenen wurden nachträglich zur Kasse gebeten und mussten teilweise mehrere Tausend Franken nachzahlen.

Auch in Aarau gab es bereits Probleme, und zwar mit den Abwassergebühren: Es wurden fehlerhafte Rechnungen verschickt – dies erst noch verzögert. Grund waren «interne technische Herausforderungen», wie die Stadt damals erklärte. 

Ein Beispiel der etwas anderen Art gibt es derzeit in Solothurn. Hier steht die Stadt nicht in der Kritik, weil sie Rechnungen zu spät verschickt – sondern weil sie zu spät bezahlt. Bürgerliche Politiker fordern nun Massnahmen. 

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