Neues zu Joung Gustav
Influencer wehrt sich – und ist mit seinen Getränken jetzt im Weltwoche-Shop

Nach Kritik am Asylwesen warfen Coop und Migros Joung Gustavs Getränk aus den Regalen. Nun verkauft die «Weltwoche» das Produkt des Influencers. Im Podcast der «Weltwoche» rollt er die Geschehnisse nochmals auf und wehrt sich für die Meinungsfreiheit.
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Joung Gustav spricht im Podcast der «Weltwoche» über die Folgen seiner politischen Äusserungen.
Foto: Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Gustavs Vitamingetränk «Vyte» nach Asylkritik aus Migros und Coop geflogen
  • Migros und Coop laut Gustav 90 % des Absatzes seines Produkts
  • Im November 2025 kritisierte Gustav Asylpolitik in Dietikon ZH auf Tiktok
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Anna Clara KohlerRedaktorin Politik

Nach dem Rausschmiss bei Coop und Migros verkauft nun die «Weltwoche» Joung Gustavs (33) Vitamingetränk «Vyte» im Onlineshop. Das Getränk des Influencers wurde bei den Grossverteilern aus dem Sortiment genommen, nachdem sich Gustav in den sozialen Medien kritisch zum Asylwesen äusserte.

«Es war nicht überraschend, dass ein negatives Feedback kommt», sagt Gustav im Podcast der «Weltwoche». Dass es diskussionslos und fristlos passiert sei, sei jedoch ein Schock gewesen. Laut eigenen Aussagen würden Migros und Coop schätzungsweise 90 Prozent der Absatzmenge seines Produktes ausmachen. Die Auslistung der beiden Supermarktketten bedeute «die Vernichtung» der Getränkefirma hinter «Vyte».

Unter Beschuss von «Gedankenterroristen»

Im November letzten Jahres äusserte Gustav auf seinem Tiktok-Zweitkanal «Gustavredet» Kritik an einem Asylzentrum in seiner Wohngemeinde Dietikon ZH. Er bemängelte das Fehlen von Informationen zum Thema Sicherheit im Abstimmungsbüchlein und äusserte sich zu den «Schattenseiten der Asylpolitik». Er warnte zudem davor, dass Schweizer im eigenen Land zunehmend zur Minderheit würden. «Es wird Zeit, dass man in der Schweiz Politik für Schweizer und kulturell von Anfang an gut integrierbare Personen macht», heisst es im Video.

«Es kam ein Breaking Point, wo ich gefunden habe, ich rede jetzt über das», erzählt er im Podcast der «Weltwoche». Ihm sei bewusst gewesen, dass seine Äusserungen dem «Mainstream» nicht gefallen würden. Aber: «Wenn ich nicht zu meiner Meinung stehen und mich nicht über etwas in meiner Gemeinde äussern kann, kann ich mir schon einreden, dass ich wirtschaftlich frei und selbstständig bin. Aber in Wahrheit bin ich gefangen, gedanklich.»

Auf die Frage, was das grösste Missverständnis über seine Person sei, entgegnet Gustav das Thema Rassismus. Er definiere Rassismus als «Diskriminierung einer Person aufgrund von der Rasse» und Diskriminierung sei für ihn «ungerechtfertigte Schlechterbehandlung». Die Gegenseite hingegen definiere Rassismus als: «Rede negativ über irgendein Land, dann bist du ein Rassist.»

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