Neuer Anlauf im Wolfsstreit
Bundesrat will Abschüsse von Problemwölfen deutlich erleichtern

Der Bundesrat will Problemwölfe leichter abschiessen lassen. Künftig sollen Eingriffe auch während der Schonzeit und in Jagdbanngebieten möglich sein. Nun startet die Vernehmlassung.
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Bislang geniessen Wölfe von Februar bis Mai wegen der Fortpflanzungszeit besonderen Schutz. Das soll sich nun ändern.
Foto: Toto Marti

Der Bundesrat will Problemwölfe leichter abschiessen lassen. Er hat am Mittwoch die Vernehmlassung für eine Änderung des Jagdgesetzes eröffnet. Künftig sollen einzelne Wölfe, die trotz Herdenschutz wiederholt Nutztiere reissen oder Menschen gefährden, ganzjährig abgeschossen werden können – auch dann, wenn sie Teil eines Rudels sind.

Bislang geniessen Rudeltiere zwischen Februar und Mai wegen der Fortpflanzungszeit einen besonderen Schutz. Zudem sind Abschüsse in eidgenössischen Jagdbanngebieten grundsätzlich verboten. Beides soll sich ändern. Der Bundesrat setzt damit zwei Vorstösse um, die das Parlament 2025 angenommen hat. Die Vorstösse stammten von den Ständeratsmitgliedern Esther Friedli (49, SVP) und Pascal Broulis (61, FDP).

Laut Regierung sollen Eingriffe künftig auch in Jagdbanngebieten möglich sein, wenn Wölfe wiederholt Schutzmassnahmen umgehen oder eine Gefahr für Menschen darstellen. Die Vernehmlassung dauert bis zum 16. Oktober 2026.

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