Millionen für Herdenschutz
Weniger Wolfsangriffe im Wallis 2025

Im Wallis wurden 2025 318 Nutztiere durch Raubtiere getötet, weniger als im Vorjahr. Der Kanton investiert 2026 Millionen in Schutzmassnahmen, darunter GPS-Halsbänder für Herdenschutzhunde.
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Im Jahr 2025 wurden im Wallis 81 Wolfsangriffe registriert (Symbolbild).
Foto: MICHAEL BUHOLZER

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  • Im Wallis gab es 2025 81 Wolfsangriffe, 31 weniger als 2024
  • 318 Nutztiere wurden getötet, weniger als die 341 im Vorjahr
  • 2026 investiert der Kanton 1,8 Millionen CHF in Herdenschutzmassnahmen
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Im Wallis sind im vergangenen Jahr 81 Wolfsangriffe registriert worden. Das sind 31 weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der getöteten Tiere sank innerhalb eines Jahres von 341 auf 318.

Von den 81 Angriffe auf Herdentiere fanden deren 48 im Oberwallis und 33 im französischsprachigen Teil des Kantons statt, wie das kantonale Landwirtschaftsamt am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wurden 318 Nutztiere getötet, davon 191 im Oberwallis und 127 im Unterwallis.

Kürzere Sömmerungsdauer

Im Vergleich dazu waren im Jahr zuvor 112 Angriffe und 341 gerissene Tiere registriert worden. Im Wallis gibt es rund 180 Alpweiden, die im Sommer von Kleinviehhaltern bewirtschaftet werden.

Der allgemeine Rückgang der Anzahl Angriffe bestätige die Wirksamkeit der Schutzmassnahmen, die dort umgesetzt wurden, wo dies möglich gewesen sei, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Dies lasse sich auch durch die Verringerung der Anzahl Tiere auf den Alpweiden, unter anderem durch Regulierungen, oder durch eine kürzere Sömmerungsdauer erklären. Damit sollte das Risiko von Raubtierangriffen begrenzt werden.

Tragen von GPS-Halsbändern obligatorisch

2025 hat sich der Kanton Wallis gemäss Communiqué stark für die Anerkennung kantonaler Herdenschutzhunde und die Anpassung des vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) geforderten Eignungstests eingesetzt. Das Ziel sei, dass diese Tests direkt auf den Betrieben, auf denen die Hunde arbeiten, unter realen Bedingungen durchgeführt werden könnten. Diese Massnahmen würden 2026 fortgesetzt.

Für alle Herdenschutzhunde, die im Wallis im Einsatz sind, wird das Tragen von GPS-Halsbändern obligatorisch. Damit soll deren Überwachung gewährleistet werden.

1,8 Millionen Franken in den Herdenschutz investieren

Darüber hinaus wird der Kanton für die kommende Sömmerungssaison mehr als eine Million Franken in Massnahmen zum Schutz der Herden investieren. Hinzu kommen 160'000 Franken für die Haltung von Herdenschutzhunden und 700'000 Franken für die Finanzierung von Hirtenhelfern, wie der Walliser Grosse Rat im vergangenen Dezember beschlossen hat.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3 Millionen Franken in den Herdenschutz im Wallis investiert. Der Anteil des Kantons belief sich auf 1,63 Millionen Franken, der Rest wurde vom Bund übernommen.

Für 2026 wird das Wallis über 1,8 Millionen Franken in den Herdenschutz investieren. Diese Investition wird durch Bundesmittel ergänzt. Die Höhe der Mittel des Bafu ist noch nicht bekannt. Das Bundesamt für Landwirtschaft wird seinerseits wie in den Vorjahren die Sömmerung mit zusätzlichen Beiträgen in Höhe von rund einer Million Franken unterstützen.

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