Inside SRG
Knatsch unter Schwestern

Die SRG gibt mit Personalfragen zu reden – von der künftigen RTR-Präsidentin bis zur Frage, was aus Ex-Chefredaktor Tristan Brenn wird.
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Gianna Luzio ist Bakom-Chefin.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Luzio-Schwestern in Graubünden sorgen für Diskussionen um Interessenskonflikte bei SRG
  • Gianna Luzio bittet ihre Schwester vergeblich, nicht für RTR zu kandidieren
  • SRG plant Personalabbau im September, Frühpensionierungen mit Ausgleichszahlungen möglich
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Raphael RauchBundeshausredaktor

In Savognin (Mittelbünden) gehts normalerweise ruhig zu – genau so, wie es Touristen aus dem Unterland lieben. Doch eine Recherche der «SonntagsZeitung» sorgt für Wirbel: Zwei Schwestern voller Talente spielen künftig eine grosse Rolle, was die SRG betrifft. Die eine als Bakom-Direktorin, die andere als RTR-Präsidentin.

Im Bündner Familienklüngel stecken Interessenkonflikte: Gianna Luzio (46) erarbeitet als Bakom-Direktorin die neue Konzession und damit die künftigen Vorgaben für die SRG. Ihre jüngere Schwester Elena Luzio (44) tritt 2027 das RTR-Präsidium an und sitzt damit im SRG-Verwaltungsrat – also genau auf der Empfängerseite dieser Regulierung.

Die Bitte der grossen Schwester

Da die Bundespersonalverordnung bereits beim blossen Anschein von Befangenheit durch familiäre Nähe einen Ausstand vorschreibt, stellt sich die Frage: Wie klug war es von Elena Luzio, für das RTR-Prestigeamt Ende Mai zu kandidieren, obwohl ihre Schwester seit April 2026 Bakom-Direktorin ist? Aus Graubünden ist zu hören: Gianna Luzio soll ihre jüngere Schwester gebeten haben, nicht zu kandidieren – ohne Erfolg. Gianna Luzio will sich hierzu nicht äussern. Die SRG teilt mit: «Zu dieser Spekulation können wir keine Stellung nehmen.»

Die Luzio-Schwestern sind nicht die einzigen Personalfragen, die zu regeln sind. Seit der Ankündigung von SRG-Präsident Jean-Michel Cina (63), abzutreten, trudeln die ersten Absagen ein. Auf die Frage von SonntagsBlick, ob er SRG-Präsident werden wolle, antwortet alt Bundeskanzler Walter Thurnherr (63) sec: Nein. Zuvor sagte bereits Mitte-Nationalrat Martin Candinas (46) ab.

Personalabbau im September

Der SRG steht ein heisser Herbst bevor. Spätestens im September, so ist zu hören, will die SRG über ihren Personalabbau kommunizieren. Nach wie vor unklar ist, was aus Ex-Chefredaktor Tristan Brenn (60) wird. Er übt schon seit Monaten nicht mehr die Funktion des Chefredaktors aus, ist aber nach wie vor angestellt. Unklar ist auch die Zukunft der Wellenchefin von Radio SRF 2 Kultur, Barbara Gysi (62). SRF teilt mit: «Beide stehen weiterhin in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis mit SRF.»

Für SRG-Mitarbeitende gibt es nach Informationen von SonntagsBlick die Möglichkeit der Frühpensionierung – mit einer Einzahlung der SRG in die Pensionskasse, um einen Teil des Malus der Frühpensionierung auszugleichen. Plus Kündigungsfrist als bezahlte Freistellungszeit. Die SRG betont: «Der Sozialplan enthält keine Zusatzleistungen für Topkader. Der Leistungen des Sozialplans bewegen sich sowohl für GAV- wie auch für Kadermitarbeitende im branchenüblichen Bereich.»

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