Tausende Flüge über der Limite
Heli-Firma trickst Behörden aus – jetzt läuft ein Verfahren

Eine Helikopterfirma hat im Berner Oberland Tausende Flüge mehr geflogen als erlaubt. Inzwischen laufen Ermittlungen. Doch die Firma umgeht mit einem legalen Trick bereits wieder die Vorschriften.
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Die Firma Swiss Helicopters ist in Gsteigwiler BE zu oft gestartet.
Foto: Peter Gerber
Lucien Fluri
Lucien FluriCo-Ressortleiter Politik

8100 statt der bewilligten 3000 Flüge pro Jahr soll die Firma Swiss Helicopters auf dem Heliport Gsteigwiler bei Interlaken BE durchgeführt haben – und damit massiv gegen die Vorschriften verstossen haben. Das berichtet der «Tages-Anzeiger». Anwohner hatten schon länger das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Der Flugplatzleiter der grössten Schweizer Helikopterfirma soll dazu falsche Zahlen an den Bund geliefert haben. Nun hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt ein Verfahren eröffnet. Der CEO der Firma räumt gegenüber dem «Tages-Anzeiger» zu viele Flüge ein. Die operative Führung und der Verwaltungsrat hätten von den Tricksereien nichts gewusst. Die Firma setzt ihre Helikopter etwa für Fallschirmsprünge ein.

Neuer Trick für mehr Flüge gefunden

Ruhe dürfen sich die Anwohnerinnen und Anwohner trotz des aufgeflogenen Schwindels offenbar nicht erhoffen: Die Firma startet und landet jetzt auf Wiesen in der Nähe des Heliports. Damit kann die vorgeschriebene Obergrenze für Flüge auf dem Platz ganz legal umgangen werden.

Die Flüge seien wichtig, betonen Tourismusvertreter aus dem Berner Oberland. Die Firma Skydive Interlaken, die Swiss Helicopters für Fallschirmsprünge nutzt, betont, man führe nicht mehr als 30 Flüge pro Tag durch, um so gegen den Übertourismus vorzugehen. Rigorose Massnahmen gegen die Helikopterflüge würden deshalb «die Falschen treffen».

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Per Helikopter zum Skifahren auf der Ebnefluh:«Dekadent, aber andere gönnen sich auch etwas»
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