Haben wir ein Korruptionsproblem?
Die Schweiz verschlechtert sich im Kampf gegen Korruption

Im Korruptionsindex von Transparency International landet die Schweiz nur noch auf Platz 6. Die Organisation kritisiert fehlende Transparenz beim Lobbying und mangelhafte Massnahmen.
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Hat die Schweiz ein Korruptionsproblem? (Symbolbild)
Foto: KEYSTONE/GAETAN BALLY

Darum gehts

  • Schweiz fällt im Korruptionsindex auf Platz 6 zurück
  • Transparency International kritisiert unzureichende Massnahmen gegen Lobbying und Beamtenwechsel
  • 80 von 100 Punkten, sechs Punkte Verlust seit 2016
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die Schweiz hat bei der Bekämpfung von Korruption im öffentlichen Sektor an Boden verloren. Im neuesten Ranking der Organisation Transparency International ist sie um einen Platz auf Rang 6 zurückgefallen.

In dem am Dienstag veröffentlichten Korruptionswahrnehmungsindex erreicht die Schweiz 80 von 100 Punkten, einen weniger als im Vorjahr. Dies deute auf eine gestiegene Korruptionsbereitschaft hin, schrieb der Schweizer Ableger der Organisation in einer Mitteilung vom Dienstag.

Singapur und Neuseeland schneiden besser ab

Die Organisation kritisiert die Massnahmen gegen Korruption in der Schweiz als unzureichend. Es fehle an Transparenz beim Lobbying und an Regeln für den Wechsel von Beamten in die Privatwirtschaft. In Kantonen und Gemeinden gebe es kaum Strategien gegen Korruption.

Der Rückgang sei Teil eines längerfristigen Trends. In den letzten zehn Jahren hat die Schweiz sechs Punkte verloren.

Den 6. Rang im Index teilt sich die Schweiz mit Schweden. Bessere Werte erreichten Dänemark, Finnland, Singapur, Neuseeland und Norwegen.

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