Die Blick-Enthüllung sorgte in Bundesbern für mächtig Wirbel: Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) schafft die Hautfarbe ab – zumindest im nationalen Fahndungssystem Ripol. Schweizer Polizistinnen und Polizisten ist es derzeit nicht mehr möglich, das Merkmal zu Personenbeschreibungen hinzuzufügen. Doch Bundesrat Beat Jans (61) musste zurückkrebsen (Blick berichtete).
Jetzt ist klar, wie das neue Fahndungssystem aussehen soll. «Ab dem 1. Januar 2026 werden im Erfassungsfeld «Hautfarbe» im nationalen Fahndungssystem RIPOL zur fakultativen Erfassung der Hautfarbe weiterhin fünf Auswahloptionen von sehr hell, hell, über mittel bis dunkel und sehr dunkel zur Verfügung stehen», heisst es in einer Medienmitteilung. «Zugleich wird auf die praxisuntauglichen Farbbezeichnungen «gelb» und «rot» verzichtet.»
Kritik aus Polizeikreisen und Politik
Im Erfassungsfeld «Typ» werden laut Communiqué neun Auswahloptionen beibehalten. Zur Auswahl stünden beispielsweise Adjektive wie nordeuropäisch, nordafrikanisch, asiatisch und südamerikanisch, hiess es in der Mitteilung.
Ursprünglich hatte das Fedpol das Auswahlfeld «Hautfarbe» gar nicht mehr bewirtschaften wollen. Dies, weil es von Polizistinnen und Polizisten ohnehin kaum verwendet werde. Das Vorhaben stiess in Polizeikreisen und Politik allerdings teilweise auf Kritik.