FDP-Ständerat Damian Müller ganz privat
«Meine Mitspieler nannten mich Schienbein-Damian»

Ständerat Damian Müller weibelt für das EU-Vertragspaket und leitet den Wahlkampf 2027 für die FDP. Der Luzerner verrät, wen er bestechen kann und wann er laut flucht.
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Damian Müller (41) sitzt seit 2015 für die FDP im Ständerat.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FDP-Ständerat Damian Müller wirbt für das EU-Paket
  • Der Luzerner leitet zudem den Wahlkampf 2027
  • Er erzählt von FCL, Pferden, Pflichtbewusstsein und Ungeduld
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Jessica Pfister
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Was wären Sie als Kind gern geworden?

Fussballprofi oder Sportmoderator. Ich habe mit 14 Jahren angefangen, bei Pferdesportanlässen zu moderieren. Auch beim damaligen Concours Saut International im Hallenstadion. Das gefiel mir.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Blick+ Nutzer haben exklusiv Zugriff im Rahmen ihres Abonnements. Weitere spannende Artikel findest du auf www.schweizer-illustrierte.ch.

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Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?

Fussballer Stéphane Chapuisat war ein Vorbild für mich – und als Trainer Ottmar Hitzfeld. Die beiden haben mich dazu gebracht, eine Borussia-Dortmund-Flagge im Zimmer aufzuhängen.

Sind Sie heute immer noch Dortmund-Fan?

Nein, auf keinen Fall. Ich bin aus tiefem Herzen FC-Luzern-Fan. Sie machen top Nachwuchsarbeit.

«Auch abseits der Politik bin ich gerne in Bewegung – etwa im FC Nationalrat.»
Foto: zVg

Wie sah Ihr Jugendzimmer aus – abgesehen von der Fussballflagge?

Meine Eltern haben mir beigebracht, dass jedes Ding seinen Platz hat. Das ist mir geblieben: Meine Liebsten finden manchmal, ich sei zu ordentlich. Inzwischen habe ich aber gelernt, auch mal etwas liegen zu lassen.

Wann haben Sie zuletzt geweint?

Ich bin sehr nah am Wasser gebaut. Als Steve Guerdat Ende August Weltmeister im Springreiten wurde, hatte ich Tränen in den Augen.

Haben Sie einen Spitznamen?

Beim Tschutten haben mir meine Mitspieler «Schienbein-Damian» gesagt. Weil ich manchmal etwas hart am Ball war. Heute nennen mich Freunde und Familie Dämi oder Dämu.

Ihr Lieblingsspiel?

Mit meiner Grossmutter, die leider verstorben ist, habe ich viel gejasst. Seitdem kaum mehr. Ich gewinne sehr gern und wenn es nicht läuft, fluche ich auch mal laut.

Wofür haben Sie zuletzt gebetet?

Ich bete nicht regelmässig. In der Natur komme ich oft zur Ruhe und gehe in mich. Auch der Kontakt zu Pferden gibt mir viel zurück. Und wenn ich an einem Wallfahrtsort oder in einer Kirche bin, zünde ich eine Kerze an für die Menschen, die mir viel bedeuten.

Welches Ereignis hat ihr Leben verändert?

Der Einstieg in die Politik. Ich musste lernen, genauer hinzuschauen, wem ich vertraue. Früher habe ich vieles offen erzählt. Heute überlege ich bewusster, was ich mit wem teile. Aufgeschlossen geblieben bin ich trotzdem.

Was darf in Ihrem Haushalt nicht fehlen?

Hundeguetsli. Damit lässt sich der junge Australian Shepherd meiner Partnerin gelegentlich bestechen.

«Die Hündin meiner Partnerin heisst Max und ist neun Monate jung. Sie begleitet mich durch den Alltag. Ich bin der geduldete Hundesitter.»
Foto: zVg

Welche Eigenschaft hätten Sie lieber nicht?

Meine Ungeduld. Als Berater kann ich mit meinem Team Projekte vorantreiben und klare Termine setzen. In der Politik dauert vieles länger. Da muss ich mich immer wieder in Geduld üben.

Welches Kompliment haben Sie kürzlich bekommen?

Dass ich sehr pflichtbewusst bin. Ich war nicht immer der beste Schüler. Und auch als ich 2015 für den Ständerat kandidierte, hiess es: Der ist zwar nett, hat aber zu wenig im Rucksack. Ich sagte mir immer: Wenn ich etwas mache, dann richtig. Darum bereite ich mich auch sehr vertieft vor. Umso mehr freute ich mich über dieses Kompliment.

Ihr absolutes Lieblingsessen?

Schnitzel mit Pommes und Gemüse – Letzteres, um mein Gewissen zu beruhigen.

Was lernen Sie gerade, was Sie noch nicht so gut können?

Abschalten. Als Politiker bekommt man unheimlich viele Mails – auch von Bürgerinnen und Bürgern. Ich versuchte, diese stets innerhalb von 24 Stunden zu beantworten. Meine Partnerin überzeugte mich davon, es auch mal gut sein zu lassen und das iPad oder Telefon wegzulegen. Sie brauchte viel Geduld, mich an diesen Punkt zu bringen, aber sie hat es geschafft. Und es tut gut.

«Mich berührt, mit welcher Kraft Céline Dion trotz schwerer Erkrankung ihren Weg geht.»
Foto: zVg

Wofür geben Sie am meisten Geld aus?

Für Pferde, gutes Essen und Ausflüge in der Schweiz. Ich entdecke gern neue Orte im eigenen Land.

Womit belohnen Sie sich selbst?

Nach dem Joggen gibts einen Schoggiriegel.

Was machen Sie als Letztes, bevor Sie ins Bett gehen?

Ich checke kurz die Mails. Dann schreibe ich meiner Partnerin eine Nachricht. Danach schlafe ich innerhalb von 30 Sekunden ein.

Welchen Tag möchten Sie nochmals erleben?

Ich lebe im Moment und erlebe immer wieder schöne Tage. Dafür bin ich dankbar. Im Trubel des Bundeshauses vergesse ich manchmal, mir das bewusst zu machen.

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