Darum gehts
- Zürich stimmt über Genderstern ab
- Basel entscheidet über ESC-Kredit
- Bern könnte erste Stadtpräsidentin wählen
- Uri entscheidet über Tourismusprojekt
Ein kleines Symbol sorgt heute für viel Aufmerksamkeit in Zürich. Die Rede ist vom Genderstern. Eine Initiative will der Stadtverwaltung verbieten, den Stern weiterhin in offiziellen Texten zu verwenden. Falls sie angenommen würde, dürfte die Stadt beispielsweise nicht mehr von Lehrer*innen oder Velofahrer*innen schreiben.
Hinter der Initiative «Tschüss Genderstern» steckt Susanne Brunner (52). Die Co-Präsidentin der Stadtzürcher SVP und Kantonsrätin lancierte gemeinsam mit einem überparteilichen Komitee aus Parlamentariern von SVP, FDP, GLP, Mitte und SP die Initiative, nachdem die Stadt ihr Reglement über die sprachliche Gleichstellung angepasst hatte.
ESC-Kredit in Basel
In Basel geht es um die Durchführung des Eurovision Song Contests 2025. Die christliche Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) wirft dem Event vor, «satanistische», «okkulte» und «antisemitische» Inhalte zu transportieren. Ausserdem hält die EDU den weltweit grössten Musikanlass für reine «Geldverschwendung».
Darum hat die Partei gegen den Anlass das Referendum ergriffen. Ganz verhindern lässt sich der Anlass aber auch dann nicht, wenn die Mehrheit der Bevölkerung dem Anliegen der EDU zustimmt. Denn abgestimmt wird nur über den ESC-Kredit, der im Basler Kantonsparlament bewilligt worden ist. Sollte das Stimmvolk diesen Kredit überraschend versenken, würde der ESC im Mai einfach mit weniger Rahmenprogramm stattfinden.
Wahlen in Bern, Sawiris in Uri
In Bern stehen ausserdem Wahlen an. Es könnte sein, dass die Bundesstadt zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Frau als Stadtpräsidentin erhält. Der bisherige Stadtpräsident Alec von Graffenried (62, Grüne Freie Liste) will seinen Sitz zwar keineswegs freiwillig hergeben. Doch die SP greift mit ihrer bisherigen Gemeinderätin Marieke Kruit (56) nach dem Amt.
Uri stimmt derweil über das Tourismusprojekt am Urnersee von Investor Samih Sawiris (67) ab. Sawiris will das historische Industrieareal der Halbinsel am Urnersee in eine Tourismusanlage verwandeln – mit Yachthafen, Ferienwohnungen und Hotel. Die Gegner bezeichnen dies als «Luxusresort mit internationaler Ausstrahlung für Gutbetuchte und Reiche». Sawiris wiederum behauptet, das Ziel seines Projekts sei es, einen «naturnahen, öffentlich zugänglichen Erholungsort für alle Urnerinnen und Urner zu schaffen».