Darum gehts
- Rund 4800 Schweizerinnen und Schweizer im Nahen Osten gestrandet
- Swiss organisiert Sonderflug von Maskat nach Zürich für Donnerstag
- EDA: Kommerzieller Luftverkehr teils wieder aufgenommen, einige Dutzend ausgereist
Was tun mit den Tausenden Schweizer Touristinnen und Touristen im Nahen Osten? Am Dienstagnachmittag teilte Marianne Jenni, Direktorin für konsularische Angelegenheiten im Aussendepartement (EDA), vor den Medien mit, dass von den rund 4800 blockierten Schweizerinnen und Schweizern in der Region immerhin «einige Dutzend» aus Abu Dhabi ausreisen könnten – mit kommerziellen Flügen.
Sind organisierte Rückflüge also weiter kein Thema? Laut Jenni arbeite man unter Hochdruck an einer Lösung und sei auch mit Fluggesellschaften im Gespräch. Aber: «Das geht nicht von einer Stunde auf die andere.» Um solche Rückflüge zu organisieren, brauche es Slots und Bewilligungen für die Flugzeuge. Am Mittwoch um 16.30 Uhr will Jenni erneut informieren beziehungsweise zumindest die drängendsten Fragen zur aktuellen Situation beantworten.
Swiss plant Sonderflug
Gestrandete Schweizer Reisende können sich aktuell auf der Plattform «Travel Admin» für einen Rückflug anmelden. Am Mittwoch gab die Fluggesellschaft Swiss zudem bekannt, für Donnerstag eigenständig einen Sonderflug von Maskat nach Zürich anzusetzen. Die Destination gehört eigentlich nicht zu den regulären Zielen der Swiss.
Gemäss dem EDA haben zudem einige Fluggesellschaften am Dienstag den kommerziellen Luftverkehr in sehr eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen. Die Airlines würden die Passagiere, die auf den entsprechenden Flügen gebucht sind, direkt über Wiederaufnahmen, Umbuchungsoptionen oder Anpassungen informieren.
Anders als die Schweiz hat Deutschland derweil am Mittwoch bereits eine koordinierte Rückholaktion für Kinder, Kranke und Schwangere begonnen. Ein erster Flug sei nach Maskat, der Hauptstadt von Oman, geplant, kündigte Aussenminister Johann Wadephul (63) am Dienstag an.