Darum gehts
- Am 9. Dezember wird die Nachfolge von Guy Parmelin gewählt
- Nur zehn Tribünenplätze werden an Privatpersonen verlost
- Der Wettbewerb startet am 13. November auf der Website des Parlaments
Es ist quasi der Fussball-WM-Final der Schweizer Politik. Kaum ein Ereignis zieht so viel Aufmerksamkeit auf sich wie eine Bundesratswahl. Die Einschaltquoten im Fernsehen und bei Livestreams erreichen für einmal die Dimension grosser Sportereignisse. Doch wer die Wahl nicht am Bildschirm, sondern vor Ort erleben will, braucht Glück.
Am 9. Dezember wählt die Vereinigte Bundesversammlung die Nachfolge von SVP-Bundesrat Guy Parmelin (66). Auch Privatpersonen können die Wahl von der Tribüne des Nationalratssaals aus verfolgen. Laut Angaben der Parlamentsdienste stehen voraussichtlich jedoch gerade einmal zehn davon für Privatpersonen zur Verfügung.
Es begann mit einem Krimi
Verlost werden die Plätze in fünf Zweierpaketen an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Wer gewinnt, darf also eine Begleitperson mitnehmen. Der Wettbewerb wird am 13. November auf der Website des Parlaments aufgeschaltet.
Der etwas andere Wettbewerb hat unterdessen Tradition. 2003 wurden die begehrten Plätze erstmals verlost. Schon damals bewarben sich mehrere Hundert Personen. Zehn erlebten live mit, wie Christoph Blocher (86, SVP) in den Bundesrat gewählt und Ruth Metzler (62, damals CVP) abgewählt wurde. Ein Krimi!
Der Grund für das Losverfahren: Ein Grossteil der Plätze ist für offizielle Delegationen reserviert. Dazu gehören etwa Familienangehörige der Kandidierenden, Vertreterinnen und Vertreter der Kantone sowie Gäste aus Politik und Diplomatie. Die Verlosung soll verhindern, dass sich bereits frühmorgens lange Schlangen vor dem Bundeshaus bilden – und viele dann trotzdem leer ausgehen.