Darum gehts
- Ab 1. August: Schweiz führt einheitliche Bussen gegen Littering ein
- Bis zu 250 Franken Strafe für achtlos weggeworfenen Abfall
- Mindestens 55 % Recyclingquote für Kunststoffverpackungen vorgeschrieben
Wer Zigarettenstummel, Verpackungen oder anderen Abfall achtlos auf den Boden wirft, muss künftig in der ganzen Schweiz mit einer Busse rechnen. Der Bundesrat setzt einen entsprechenden Vorstoss des Parlaments um und führt ab dem 1. August ein national einheitliches Littering-Bussenregime ein. Das gab er am Mittwoch bekannt.
Die Höhe der Busse richtet sich nach der Art und Menge des weggeworfenen Abfalls. In schweren Fällen können bis zu 250 Franken fällig werden. Damit sollen die bisher unterschiedlichen Regelungen in den Kantonen vereinheitlicht und das achtlose Wegwerfen von Abfällen stärker bekämpft werden.
Neben der neuen Littering-Regelung nimmt der Bund auch Plastikabfälle ins Visier. Mit weiteren Anpassungen der Verordnungen sollen Kunststoffverpackungen künftig besser gesammelt und recycelt werden können. Detailhändler werden verpflichtet, eine Sammelmöglichkeit für entsprechende Verpackungen anzubieten.
Zudem gelten neue Recycling-Vorgaben: Kunststoffverpackungen müssen künftig zu mindestens 55 Prozent und Getränkekartons zu mindestens 70 Prozent stofflich verwertet werden können. Der Bund will damit die Kreislaufwirtschaft stärken und die Menge an Kunststoffabfällen reduzieren.