Heruntergerissene Plakate, Beschimpfungen, ja gar eine Morddrohung gegenüber der Initiantin: Je näher der 13. Juni rückt, desto schmutziger wird der Streit um sauberes Trinkwasser. Auch bei Blick TV flogen gestern die Fetzen – natürlich nur verbal. Für ein Ja zur Trinkwasser-Initiative machte sich Tiana Angelina Moser (42) stark. Die Fraktionschefin der GLP duellierte sich im «Blick Abstimmungs-Kampf» mit Bauernverbands-Präsident Markus Ritter (54).
«Wir müssen jetzt Weichen stellen»
Die Massnahmen, die das Parlament zum Schutz der Umwelt beschlossen hat, reichen aus Sicht von Moser bei weitem nicht. «Wir haben im Mittelland heute keine naturnahe Landwirtschaft mehr. Das Trinkwasser ist belastet. Wir müssen jetzt die Weichen neu stellen», legte sich die Nationalrätin ins Zeug.
Ritter hingegen beurteilt die Wasserqualität in der Schweiz als «sehr gut». Die Belastung mit Pestizid-Rückständen sei so gering, «man müsste pro Tag 470 Liter trinken, bis es für die menschliche Gesundheit gefährlich ist», warf der Mitte-Nationalrat ein.
«Initiative schiesst über das Ziel hinaus»
Die Initiative, die will, dass nur noch Bauern Direktzahlungen erhalten, die keine Pestizide einsetzen, schiesse weit übers Ziel hinaus, kritisierte Ritter. «Die Produktion in der Schweiz ginge um 30 Prozent zurück.» Die Folge wären mehr Importe und höhere Preise. «Das trifft die sozial Schwachen und die Familien.»
Moser warf dem obersten Bauern Angstmacherei vor. Sie ist vom Gegenteil überzeugt: «Mit der Initiative würden ökologischere und gesündere Produkte für eine breitere Bevölkerung erschwinglich werden.»
Jeweils sieben Minuten hatten die beiden Zeit, um die besten Argumente aufzutischen. Wer abräumt, entscheiden Sie! Mit einem Klick können Sie für die Person abstimmen, die Sie mehr überzeugt hat. Der Siegerin oder dem Sieger winkt ein Gratis-Abstimmungsinserat im Blick. (lha)
Sie entscheiden, wer den BLICK-Abstimmungskampf gewinnt! Ab Mittwoch, 18 Uhr, bis Donnerstag, 17.59 Uhr, können Sie auf Blick.ch für die Person stimmen, welche Sie mehr überzeugt hat. Das Ganze geht mit einem Klick. Tricksen ist dabei nicht möglich. Ein Betrugsschutz verhindert, dass Stimmen per Bot generiert werden können. Erlaubt ist aber natürlich, dass die beiden Lager fleissig für ihre Vertreterin mobilisieren. Am Donnerstagabend verkündet Blick die Siegerin.
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