«Zu politisch»
Selenski darf nicht beim ESC sprechen

Umstrittene Entscheidung am diesjährigen Eurovision Song Contest im britischen Liverpool: Eine geplante Video-Ansprache vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski wird nicht stattfinden.
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Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski darf nicht wie geplant eine Ansprache am diesjährigen Eurovision Song Contest halten.
Foto: IMAGO/NurPhoto

Der diesjährige europäische Musikwettbewerb Eurovision Song Contest (kurz ESC) findet dieses Jahr im britischen Liverpool statt – eigentlich hätte ihn die Ukraine austragen sollen, aufgrund des russischen Angriffskrieges übernahm jedoch Grossbritannien die Austragung. Bereits in den Halbfinals wurde immer wieder sichtbar, welche grosse Unterstützung dem von Krieg gebeutelten Land zugesagt wird.

Diverse Zwischenacts stammen aus der Ukraine, dazu kommen Einspieler aus diversen Städten des osteuropäischen Staates. Für den Final morgen Samstag war ausserdem ein Einspieler von Präsident Wolodimir Selenski (45) geplant. Die EBU, die «European Broadcasting Union» hat nun aber entschlossen, dass es dazu nicht kommen werde. Das geht aus einem offiziellen Statement hervor.

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Die Rundfunkunion, ein Zusammenschluss von 69 Rundfunkanstalten in 56 Staaten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens, habe entschieden, dass ein Auftritt «zu politisch sei», heisst es. In den Kommentarspalten auf Twitter wird der Entscheid äusserst kritisch beurteilt. «Was für ein Fehler! Sie werden es bereuen», schreibt beispielsweise ein User.

Ein anderer kommentiert: «Jetzt weiss ich zumindest, was ich diesen Samstag nicht tun werde.» Für die Schweiz ist die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft in der Europäischen Rundfunkunion vertreten, der Sitz ist in Genf. (las)

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