Darum gehts
- Vom 13. bis 17. Mai findet in Basel der Eurovision Song Contest statt
- Seit Mitte März stehen alle Kandidaten und Kandidatinnen fest.
- Hier findest du die komplette Liste der Künstlerinnen und Künstler
Finale
Deutschland: Abor & Tynna mit «Baller»
Bei unseren nördlichen Nachbarn wurde der ESC wieder zur Chefsache ernannt. Unter genau diesem Namen suchte Stefan Raab (58) höchstpersönlich nach dem neuen Act für Deutschland. Am 1. März bewertete die Jury, die nebst Raab aus Yvonne Caterfeld (45), Nico Santos (32) und Conchita Wurst (36) bestand, die neun Finalisten. Die Entscheidung traf jedoch das Publikum, welches sich für das Wiener Geschwister-Duo Abor & Tynna und deren Popsong «Baller» entschied. Somit geht Deutschland das erste Mal seit 2007 wieder mit einem deutschsprachigen Song ins Rennen.
Frankreich: Louane mit «Maman»
Als letzte der 37 Teilnehmenden hat Frankreich sein Lied für Basel vorgestellt. Und das mit grossem Aufwand: Louane (28) stellte ihren Titel in der Halbzeit des Rugby-Spiels Frankreich gegen Schottland im Pariser Stade de France vor 80'000 Menschen vor. Der Titel ist eine Hommage an ihre 2014 verstorbene Mutter und setzt sich mit der Weitergabe von Wissen und Liebe auseinander. Spannend: Schon 2015 veröffentlichte Louane ein Lied mit dem gleichen Titel, nun hat sie also zwei Songs, die «Maman» heissen.
Grossbritannien: Remember Monday mit «What The Hell Just Happened?»
Die drei Schulkolleginnen von Remember Monday wurden schon vor Wochen als ESC-Act in der britischen Presse gehandelt. Anfang März verkündete BBC die Truppe tatsächlich als Vertretung für Basel. Sie versuchten 2019 ihr Glück bei der britischen Version von «The Voice» und setzen seit 2023 voll und ganz auf die Musik. Ihr ESC-Titel erinnert an eine Mischung aus Abba und Queen.
Italien: Lucio Corsi mit «Volevo Essere Un Duro»
Traditionell bekommt immer der Sieger des San-Remo-Festivals die Möglichkeit, Italien am Eurovision Song Contest zu vertreten. Da der diesjährige Gewinner Olly (23) dieses Ticket aber nicht wollte, kam nun der Zweitplatzierte Lucio Corsi (31) mit seiner Glamrock-Ballade zum Zug. Der Titel dreht sich um Kinder, die unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen sind.
Spanien: Melody mit «Esa Diva»
Der ehemalige Kinderstar Melody (34) wird ihr Heimatland mit dem Pop-Titel «Esa Diva» in der Schweiz vertreten. Sie wurde als junges Mädchen mit dem Kinderlied «El Baile del Gorila» der Nation bekannt. Nun wurde sie als Siegerin des Benidorm Fest zur Vertreterin in Basel gekürt. Im März wurde eine überarbeitete Version des Liedes für den ESC präsentiert.
Schweiz: Zoë Më mit «Voyage»
Die Freiburger Sängerin Zoë Më (24) wurde in einem internen Auswahlverfahren von SRF ausgewählt. Ihr Song «Voyage» dreht sich um das Gute im Menschen und darum, dass ein besserer Umgang untereinander zu einer besseren Welt beitragen würde. Zoë Më ist dank dem Vorjahressieg von Nemo (25) direkt im Finale gesetzt.
Erstes Halbfinale (Erste Hälfte)
Estland: Tommy Cash mit «Espresso Macchiato»
Tommy Cash (33) mit seinem «Espresso Macchiato» ist für Estland wohl etwa das, was Joost Klein (27) mit seinem «Europapa» 2024 für die Niederlande war: ein eigenwilliger Kerl, der mit einem ebenso eigenwilligen, aber eingängigen Song mit Ohrwurm-Potenzial die Fans überzeugen will. Im Song von Tommy Cash – ja, der Künstlername steht in Zusammenhang mit dem grossen Johnny Cash – besingt er seine Liebe zum braunen Heissgetränk und macht dort von durchaus amüsanten Zeilen wie «No stresso, no stresso, no need to be depresso» oder «Mi like to fly privati with twenty-four carati» Gebrauch.
Island: VÆB mit «Róa»
Die Isländer setzen ihr Vertrauen in das Brüderpaar Hálfdán Helgi und Matthías Davíð Matthíasson. Sie versuchten bereits 2022 beim Vorentscheid ihr Glück, belegten damals den vierten Platz. Im Song «Róa», was übersetzt «rudern» heisst, wird die Seefahrerromantik besungen, Violinensolo inklusive. Optisch erinnern die Brüder mit ihren drei Tänzerinnen und Tänzern hingegen eher an Marsmenschen, sie performen in silbernen Trainern und grossen Sonnenbrillen.
Polen: Justyna Steczkowska mit «Gaja»
Vor 30 Jahren stand Justyna Steczkowska (52) bereits einmal auf der ESC-Bühne, dies in Dublin. Damals holte sie für Polen, welches erst seit 1994 am Wettbewerb teilnimmt, den 18. Platz. In «Gaja» besingt Steczkowska Mutter Erde – mystische Klänge und Violinensolo inklusive.
Portugal: Napa mit «Deslocado»
Portugal schickt eine Handvoll Männer von der beliebten Ferieninsel Madeira an den ESC: João Lourenço Gomes, Francisco Sousa, Guilherme Gomes, João Rodrigues, Diogo Góis und André Santos. Die Indie-Rockband konnte den portugiesischen Vorentscheid für sich entscheiden, dies mit dem sehnsüchtigen Titel «Deslocado», was mit «Fehl am Platz» übersetzt werden kann. Passenderweise handelt der Song vom Schicksal vieler jungen Portugiesen, die ihre ländliche Heimat aus beruflichen und schulischen Gründen verlassen müssen, in der Grossstadt jedoch nie heimisch werden und wieder zurück wollen. Ein Gefühl, dass auch die fünf Madeirer kennen.
Schweden: Kaj mit «Bara bada bastu»
Ihre Wahl galt in Schweden fast als eine Sensation. Die finnlandschwedische Comedy-Truppe Kaj traten im Schwedischen Vorentscheid unter anderem gegen den ESC-Gewinner von 2015, Måns Zelmerlöw (38, «Heroes»), an. Viele rechneten mit seinem Sieg, doch der Hype um den Sauna-Partysong der schwedischsprachigen Finnen war grösser. Es hat also drei Finnen gebraucht, damit Schweden erstmals nach der Aufhebung der Pflicht der Songs in Landessprache am ESC wieder auf Schwedisch singt.
Slowenien: Klemen mit «How Much Time Do We Have Left»
Auch Slowenien hat das ESC-Ticket mit einer Vorentscheidungs-Show ausgewählt. Gewonnen hat die Sendung Klemen (39) mit seinem Song «How Much Time Do We Have Left». Es geht im Lied um eine persönliche Geschichte, die seine Frau betrifft. Er schrieb den Song, nachdem sie die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommen hatte. Klemen ist nicht nur Musiker, sondern auch Comedian und Schauspieler.
Ukraine: Ziferblat mit «Bird of Pray»
Die Ukraine schickt mit Ziferblat ein Männer-Trio ins Rennen. Sänger Daniil Leshchynskyi, Gitarrist Valentyn Leshchynskyi und Schlagzeuger Fedir Hodakov haben bereits im vergangenen Jahr am ukrainischen Vorentscheid teilgenommen. Damals mussten sie sich noch von Alyona Alyona und Jerry Heil geschlagen geben, dieses Jahr schnappten sie sich den ersten Platz. Ihr Song «Bird of Prey» haben sie selbst geschrieben, er handelt von ihrer Heimat und der Verbundenheit der Ukrainer. Passenderweise sind daher auch traditionelle ukrainische Elemente im Song zu hören.
Erstes Halbfinale (Zweite Hälfte)
Albanien: Shkodra Elektronike mit «Zjerm»
Die Musiker Kolë Laca und Beatriçe Gjergji bilden das Musik-Duo Shkodra Elektronike. Mit dem Song «Zjerm» (auf Deutsch: «Es tut mir leid») wollen sie den ESC-Sieg nach Albanien holen. Laca und Gjergji sind beide in der albanischen Stadt Shkodra geboren, aufgewachsen sind sie aber in Italien. Auch darum beschreiben sie ihren Musikstil als «Post-Immigrant-Pop» – sie mischen traditionelle albanische Musik mit elektronischen Beats und Klängen.
Aserbaidschan: Mamagama mit «Run With U»
Das Männer-Trio Mamagama soll es für den ESC-Gewinner von 2011 in diesem Jahr richten. Die Freunde Safael «Asaf» Mishiev, Bahruz «Huss» Afandiyev und Allahverdi «Arif» Gumbatli gründeten die Band vor vier Jahren. In ihren Songs kombinieren sie traditionelle aserbaidschanische mit modernen Elementen. Der Popsong «Run With U» wurde von den drei Männern selbst geschrieben und komponiert.
Belgien: Red Sebastian mit «Strobe lights»
Er ist in den Wettquoten bereits der Favorit: Red Sebastian (25) sorgt mit seinem Song «Strobe lights» für Party-Stimmung am ESC. Sein Song hat viel Tempo drin. Zudem sticht er mit seiner prägnanten Stimme heraus. Im Refrain beweist der Belgier, dass er auch die hohen Töne draufhat. Der Musiker hatte sich mit von Techno inspirierten Elektropopsong gegen sieben andere Acts beim belgischen Vorentscheid durchgesetzt.
Kroatien: Marko Bosnjak mit «Poison Cake»
Am Dora-Festival konnte sich der 21-jährige Sänger Marko Bosnjak gegen seine 15 Konkurrenten durchsetzen. Bekanntheit erlangte er durch die serbische Castingshow «Pinkove Zvedice». Vor drei Jahren scheiterte er knapp beim kroatischen Vorentscheid, landete auf dem zweiten Platz. Nach dem letztjährigen Kandidaten Baby Lasagna (29) und dem diesjährigen Song «Poison Cake» bleiben die Kroaten dem Essensthema treu.
Niederlande: Claude mit «C’est La Vie»
Nach der letztjährigen Disqualifikation von Joost Klein (27), waren sich die Verantwortlichen in den Niederlanden nicht einmal mehr sicher, ob sie 2025 wieder antreten werden. Schlussendlich haben sie sich für eine Teilnahme und den Sänger Claude (21) entschieden. Sein Lied «C’est La Vie» ist ein Tribut an seine Mutter und behandelt das Auf und Ab des Lebens und weshalb man auch in schwierigen Zeiten immer positiv bleiben soll. Klar ist: Das Lied hat grosses Ohrwurm-Potenzial.
Norwegen: Kyle Alessandro mit «Lighter»
Auch Norwegen schickt einen jungen Mann, der durch eine Castingshow Bekanntheit erlangt hat, nach Basel. Eine weitere Parallele: Auch der 19-Jährige Kyle Alessandro hat bereits einmal am ESC-Vorentscheid teilgenommen. Er und seine Bandmitglieder erreichten im Finale jedoch den letzten Platz. Der Popsong «Lighter», an dessen Schreibprozess er selbst beteiligt war, handelt um eine toxische Beziehung, respektive darum, wie man sich nach einer solchen wieder aufrappeln kann.
San Marino: Gabry Ponte mit «Tutta I’Italia»
Das kleinste ESC-Teilnehmerland konnte bisher keine grossen Erfolge am Musikwettbewerb feiern, keiner seiner Titel schafften es bisher in die Top Ten. Dieses Jahr soll dies endlich gelingen, dies dank dem eingängigen «Tutta l’Italia» des 51-jährigen DJs und Produzenten Gabry Ponte. Er musste sich im Vorentscheid gegen sage und schreibe weit über 1000 andere Songs aus knapp 50 Ländern durchsetzen.
Zypern: Theo Evan mit «Shh»
Der griechisch-zypriotische Sänger, Tänzer und Schauspieler Theo Evan (27) wird Zypern am ESC in Basel vertreten. Er wurde von den Verantwortlichen intern ausgewählt und bringt schon eine Menge Bühnenerfahrung mit: Er stand schon mit Missy Elliott (53) und Justin Timberlake (44) auf der Bühne. Sein Titel «Shh» ist ein schneller Dance-Song, bei dem er bestimmt auch seine Tanzkünste präsentieren wird.
Zweites Halbfinale (Erste Hälfte)
Armenien: Parg mit «Survivor»
Die Armenierinnen und Armenier haben sich im Vorentscheid für den Song «Survivor» entschieden. An dem haben nebst dem Sänger Parg gleich mehrere Personen mit ESC-Erfahrung mitgewirkt. So beispielsweise der Schwede Thomas G:Son (57), welcher für die zweifache ESC-Gewinnerin Loreen (41) die Songs «Euphoria» und «Tattoo» schrieb. Auch ein Schweizer hat beim armenischen Lied seine Finger im Spiel: Produzent Benji Alasu, der an Nemos (25) Siegessong «The Code» beteiligt war.
Australien: Go-Jo mit «Milkshake Man»
Go-Jo (29) mag hierzulande noch weitgehend unbekannt sein, doch seinen Song «Mrs. Hollywood» wird der eine oder andere dennoch schon mal gehört haben, hat er alleine auf Spotify über 54 Millionen Streams und ebenso viele auf Tiktok. Am ESC tritt er allerdings nicht mit «Mrs. Hollywood», sondern mit seinem «Milkshake Man» auf. In dem gute Laune Song ruft er die Leute dazu auf, «die lauteste und stolzeste Version ihrer selbst zu sein», wie er von der offiziellen ESC-Seite zitiert wird.
Griechenland: Klavdia mit «Asteromata»
Die Griechen fahren mit Klavdia zum ESC. Die 20-jährige Sängerin hat sich in einem nationalen Vorentscheid durchgesetzt. Mit ihrer Ballade «Asteromata» («Sternenklare Augen») konnte sie sowohl das Publikum als auch die Jurys überzeugen. Klavdias Lied hat einen ernsten Hintergrund. Es soll Menschen ansprechen, die ihre Heimat aufgrund von Konflikten verlassen müssen. Die Inspiration dafür kam von den Pontosgriechen, die im 20. Jahrhundert zwangsweise umgesiedelt wurden.
Irland: Emmy mit «Laika Party»
Die Iren haben sich für die Norwegerin Emmy (24) entschieden. Sie hat es bereits 2021 beim norwegischen ESC-Vorentscheid versucht und dort das Finale erreicht. Der Song «Laika Party» sowie die Interpretin Emmy selbst, stehen in grossem Kontrast zum letztjährigen ESC-Beitrag Irlands, Bambie Thug (32), mit «Doomsday Blue». Anstatt schwarz und düster, wird des bei den Inselbewohnern dieses Jahr poppig und abgespaced. Der Popsong handelt vom Schicksal der Hündin Laika, die 1957 ins All geschickt wurde, wo sie kurz darauf verstarb. In ihrem Song hofft Emmy jedoch, dass der Vierbeiner überlebt hat und seither Partys auf den Sternen feiert.
Lettland: Tautumeitas mit «Bur man Laimi»
Gleich sechs Frauen sollen für Lettland den Sieg in trockene Tücher bringen: Asnate Rancane, Laura Licite, Aurelija Rancane, Gabriela Zvaigznite, Annemarija Moiseja und Kate Slisane, wobei erstere vier den Song «Bur man Laimi» auch mitgeschrieben haben. Mit den Worten «Überschütte mich mit Glück» kann der Titel übersetzt werden. Ihr Song besteht aus sogenannten Dainas. Das sind kurze, meist vierzeilige Gedichte, die seit Jahrhunderten mündlich weitergegeben werden, teils in Liedform.
Litauen: Katarsis mit «Tavo Akys»
Friede, Freude, Eierkuchen, respektive Milkshakes, sucht man bei Litauen vergeblich. Bei der Alternativen-Rockband Katarsis um Leadsänger Lukas Radzevicius geht es eher düster, ja gar dystopisch zu. «Tavo Akys», was übersetzt «Deine Augen» bedeutet, handelt von einer schmerzvollen Situation. Welche genau, das wird explizit nicht ausgeführt, sodass alle sich ihre eigene Interpretation davon machen können.
Montenegro: Nina Žižić mit «Dobrodošli»
Die 39-jährige Nina Žižić trat schon einmal am ESC für ihr Land Montenegro an. 2013 wollte sie zusammen mit Who See und dem Song «Igranka» brillieren, schaffte es aber nicht ins Finale. Mit «Dobrodošli» (auf Deutsch: «Wilkommen») soll es nun besser werden. Dass Žižić am ESC in der Schweiz antritt, hat mit etwas Glück zu tun, denn am Vorentscheid belegte sie nur Platz zwei und rückte nach, nachdem die Band NeonoeN zurücktreten musste.
Österreich: JJ mit «Wasted Love»
Für den ESC in Basel greifen die Österreicher auf einen Sänger zurück, der seine musikalische Heimat in der Klassik hat. JJ (23), bürgerlich Johannes Pietsch, hat sich an der Opernschule der Wiener Staatsoper zum Countertenor ausbilden lassen. Im Song «Wasted Love» kann JJ, der in Dubai aufgewachsen ist, sowohl sein Können in der klassischen wie auch in der Popmusik unter Beweis stellen.
Zweites Halbfinale (Zweite Hälfte)
Dänemark: Sissal mit «Hallucination»
Grosser Druck für Sissal (30): Seit 2019 hat sich Dänemark nicht mehr fürs ESC-Finale qualifiziert, jetzt soll sie es richten. Beim dänischen Vorentscheid ging sie mit ihrem EDM-Song knapp als Siegerin hervor. Die Sängerin, die von den Färöern stammt, besticht vor allem mit ihrer Stimmgewalt und lieh ihre Stimme auch schon einer Figur in einem Disney-Film.
Finnland: Erika Vikman mit «Ich komme»
Beim Song «Ich komme» ist nicht nur der Titel schlüpfrig, sondern der ganze Text, der im Gegensatz zum Titel auf Finnisch ist. Passend dazu räkelt sich Erika Vikman (31) in Lederkleidern an einer Stange und gibt ihren rhythmischen Popsong zum Besten. In der ESC-Vorentscheidungsshow kam sie dank ihrer Bühnenpräsenz ohne jegliche Backgroundsänger oder Tänzerinnen aus, rockte die Bühne ganz alleine.
Georgien: Miriam Shengelia mit «Freedom»
Miriam Shengelia (22) hat in diversen georgischen Castingshows viel TV-Erfahrung gesammelt. 2020 sollte sie zum ersten Mal zum Eurovision Song Contest fahren, damals als Backgroundsängerin von Tornike Kipiani (37). Aus ihrem Engagement wurde aber nichts, weil der ESC aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Nun erählt sie mit dem Lied «Freedom» ihren grossen Auftritt.
Israel: Yuval Raphael mit «New Day Will Rise»
In der Sendung «HaKokhav HaBa» wurde erneut die israelische Vertretung für den Eurovision Song Contest ausgewählt. Am meisten Stimmen erhielt Yuval Raphael (24), die eine Überlebende des Nova-Musikfestivals ist. Dort verübte die Hamas am 7. Oktober 2023 einen Terroranschlag. Über diese Erfahrung hat die Musikerin, die drei Jahre in Genf lebte, auch bereits bei einer Kundgebung in Zürich und vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf gesprochen. Mit der emotionalen Ballade «New Day Will Rise» will sie nun ein neues Kapitel aufmachen.
Luxemburg: Laura Thorn mit «La Pupée Monte Le Son»
Laura Thorn (24) ist noch kein bekannter Name in der luxemburgischen Musikszene. Ihr Geld verdient sie als Musiklehrerin am Konservatorium Esch an der Alzette, in dem sie auch ab dem Alter von acht Jahren selbst Unterricht nahm. Sie wurde von den Komponisten des ESC-Liedes angefragt und gewann damit den «Luxembourg Song Contest», den luxemburgischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Herzig: Der Titel ist eine Hommage an den von Serge Gainsbourg (1928–1991) und von France Gall (1947–2018) interpretierten ESC-Siegertitel «Poupée de cire, poupée de son». Gall gewann 1965 mit diesem Lied den Eurovision Song Contest für Luxemburg.
Malta: Miriana Conte mit «Serving»
Auf sozialen Medien entstand ein Hype, als Miriana Conte (24) den maltesischen ESC-Vorentscheid mit dem Lied «Kant» gewann. Das Lied, das auch vom Schweizer Benjamin Schmid (34) mitgeschrieben wurde, beinhaltete ein Wortspiel mit einem vermeintlichen Fluchwort. Während «Kant» auf maltesisch soviel wie «Singen» bedeutet, erinnert der gesungene Ausdruck «Serving Kant» an ein englisches Fluchwort. Zuviel für die EBU, der Text musste abgeändert werden. Nun heisst der Titel nur noch «Serving». «Kant» muss also die Menge in Basel selber gröhlen.
Serbien: Princ mit «Mila»
Beim serbischen Vorentscheid löste der Musiker Princ (31) mit dem Titel «Mila» (Liebling) das Ticket für Basel. Dabei setzte er sich gegen 29 Konkurentinnen und Konkurrenten durch, war aber weder bei der Jury, noch beim Publikum auf Platz 1. Am Ende reichte es trotzdem. Princ ist vielseitig talentiert: Der studierte Norwegischlehrer besitzt den schwarzen Gürtel und war serbischer Karate-Vizemeister.
Tschechien: Adonxs mit «Kiss Kiss Goodbye»
Eigentlich hatte Tschechien seit 2018 einen öffentlichen ESC-Vorentscheid ausgetragen, doch nicht so dieses Jahr. Adonxs (29), der bürgerlich Adam Pavlovčin heisst, wurde mit dem Titel «Kiss Kiss Goodbye» direkt für den ESC in Basel nominiert. Der Interpret kennt viele Seiten des Rampenlichts: Er war sowohl als Model, als auch als Schauspieler und Tänzer bereits aktiv.