«Das habe ich jahrelang niemandem erzählt»
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Blick-Redaktor über ESC-Pannen:«Das habe ich jahrelang niemandem erzählt»

Der ESC ist eröffnet!
Wien wills Basel nachmachen

ESC-Fieber in Wien: Stars wie JJ und Delta Goodrem feiern den Start des 70. Contests. Doch Israels Teilnahme bleibt umstritten, einige Länder wie Spanien boykottieren den Wettbewerb.
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Die Schweizer ESC-Hoffnung Veronica Fusaro an der Eröffnungszeremonie des 70. Eurovision Song Contest in Wien.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 35 Acts eröffneten den 70. Eurovision Song Contest in Wien am Sonntag
  • Israel bleibt trotz Genozid-Vorwürfen dabei, fünf Länder boykottieren den Wettbewerb
  • Schweizerin Veronica Fusaro tritt am 14. Mai im zweiten ESC-Halbfinale auf

Grosses Stelldichein in Wien: Am Sonntagabend schritten die 35 Acts des 70. Eurovision Song Contest über den ellenlangen türkisen Teppich. Vom Burgtheater führte sie dieser bis zum Wiener Rathaus, wo zahlreiche Interviews geführt wurden und ein Empfang der Stadt Wien stattfand.

«Es ist wunderschön, wie hier alles zusammenkommt. Und es fühlt sich so absurd an, weil alle sagen, dass das nun wegen mir passiert», sagt JJ (25), der 2025 in Basel die ESC-Trophäe für Österreich mit dem Lied «Wasted Love» gewann. Auch wenn er Auftritte in den Live-ESC-Shows hat, nimmt sich JJ gern Zeit, die Events in der Stadt zu besuchen. Auch wenn es einen Rummel gibt. «Dass viele Fans in dieser Woche Fotos mit mir wollen, stört mich überhaupt nicht. Das ist doch schön.» 

Australierin gehört zu den Favoriten

Für ihren ESC-Auftritt um den halben Erdball gereist ist Delta Goodrem (41). Die Sängerin aus Australien ist in ihrer Heimat ein grosser Star, auch in der Schweiz war sie in den Nullerjahren in der Hitparade vertreten. Nun gehört sie mit «Eclipse» zu den grossen Favoriten in diesem Jahr. «Bekanntheit mitzubringen, ist kein grosser Vorteil. Ich sehe den ESC als eine ikonische Bühne und bin stolz, dass ich Teil dieser Geschichte sein darf. Ich werde mein Bestes geben. Wie es endet, werden wir sehen.»

Mit Boy George (64) ist ein weiterer bekannter Name Teil der ESC-Klasse von 2026. Er unterstützt Senhit (46) aus San Marino beim Lied «Superstar!». Und spielt im Gespräch mit Blick auf den Auftritt von Madonna im ESC-Finale 2019 an. «Sie war ja auch schon hier, also bin ich in guter Gesellschaft», meint er. «Es ist alles total verrückt hier. Und anders, als am Fernseher.»

Fünf Länder bleiben heuer fern

Spanien, die Niederlande, Slowenien, Island und Irland bleiben dem ESC heuer fern, weil Israel nach Genozid-Vorwürfen, unter anderem der UNO, weiterhin am grössten Musikwettbewerb teilnehmen darf. Die ESC-Regeln wurden im Dezember geändert, Israel dafür nicht ausgeschlossen. Nun musste die Europäische Rundfunkunion trotzdem eine Verwarnung aussprechen.

Es wurde eine Kampagne geschaltet, die Leute dazu animieren soll, zehn Mal für den israelischen ESC-Act Noam Bettan (28) mit dem Lied «Michelle» zu stimmen. Dies ist neu nicht erlaubt, weil für die maximale Stimmabgabe geworben wird. Der israelische Sender KAN sei innerhalb von 20 Minuten kontaktiert worden. «Wir hatten sie gebeten, die Verbreitung der Videos unverzüglich einzustellen und es von allen Plattformen zu entfernen, auf denen es veröffentlicht worden war. Sie kamen dieser Aufforderung umgehend nach», sagt ESC-Chef Martin Green.

ESC-Acts dürfen nicht zu politsichen Themen sprechen

Am Teppich war das aber kein grosses Thema. Mit dem «Code of Conduct» verpflichten sich die ESC-Acts nämlich, keine politischen Botschaften zu machen. Man zeigt sich «United By Music», «vereint in der Musik», so das Motto der Veranstaltung seit 2023.

Gespalten ist Deutschland, wenn es um ihre diesjährige Künstlerin Sarah Engels (33), die «DSDS»-Zweitplatzierte von 2011 und Ex-Frau von Pietro Lombardi, geht. In Deutschland wird ihr Beitrag «Fire» oft belächelt. «Umso schöner ist es den internationalen Support zu spüren», sagt sie. «Ich würde mir schon wünschen, dass wir in Deutschland auch mal sehen, wie viel Arbeit und wie viel Schweiss dahintersteckt.»

Veronica Fusaro geniesst die Zeit

Die Schweizer ESC-Hoffnung Veronica Fusaro (29) geniesst die ESC-Zeit, sagt sie zu Blick. «Es ist wunderschön hier in Wien. Schon allein dieser Empfang», schwärmt sie. Ihrer Stimme gehe es aktuell gut. Aber sie dürfe nicht zu viel reden, was am Eröffnungsevent mit den vielen Interviews schwierig sei. «Aber ich schlafe viel und trinke viel Wasser. Da kommt das gut», sagt sie.

Die Halbfinals des Eurovision Song Contest sind am 12. und 14. Mai um 21 Uhr auf SRF 2 zu sehen, das Finale am 16. Mai um 21 Uhr auf SRF 1. Die Schweizer ESC-Hoffnung Veronica Fusaro tritt im zweiten Halbfinale am 14. Mai auf. 

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