Darum gehts
- SRF-Moderator Stefan Hofmänner sorgt bei Olympia-Schlusszeremonie für Eklat
- Sein eingeschaltetes Mikrofon überträgt private Kritik an der Veranstaltung
- Über 1 Million Zuschauer verfolgten die Übertragung aus Verona
Millionen Menschen verfolgten am Sonntagabend die Schlusszeremonie zu den Olympischen Spielen, die live aus Verona übertragen wurde. Auch in der Schweiz dürfte die Veranstaltung mit grossem Interesse verfolgt worden sein. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer führte SRF-Sportmoderator Stefan Hofmänner (58) durch die Sendung.
Souverän kommentiert er die Abschlusszeremonie, erklärt, dass Alina Müller für die Schweiz die Fahne trägt, zeigte sich beizeiten aber etwas überfordert mit den Ländern und den dazugehörigen Flaggen.
Begeistert klingt anders
Mit dem Satz: «Ciao, Rigoletto und Ihnen daheim: Adieu, miteinander», verabschiedet sich Hofmänner vom Publikum und beendet damit offiziell die Olympischen Spiele 2026. Oder? Nicht ganz. Denn wer live bis zum Schluss dabei war, kann plötzlich die Stimme von Stefan Hofmänner erneut hören. Dabei klingt es jedoch weniger nach Kommentator-Tätigkeit, sondern mehr nach einem Telefongespräch.
«So etwas Schreckliches, die huere Zeremonie. Danke, Pia [Produzentin, Anm. d. Red.] Ja, es ist unkommentierbar, der Seich. Aber danke! Hebs guet. Tschüss!», sagt Hofmänner plötzlich aus dem Off – und scheint damit zu offenbaren, was er wirklich über die Schlussfeier denkt. Der Haken an der Sache ist jedoch: Sein Mikrofon war noch an, was ihm wohl nicht bewusst war.
Wäre er selbst dafür verantwortlich gewesen, das Mikrofon auszuschalten? Wie konnte es zu dieser Panne kommen? Und was sagt Hofmänner selbst dazu? Auf Blick-Anfrage heisst es von SRF: «Stefan Hofmänner machte die Aussage erst nach Abschluss der Schlusszeremonie. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer auf SRF zwei war diese nicht zu hören, da bereits in die Werbung geschaltet wurde. » Aufgrund eines technischen Fehlers sei der Livestream hingegen nach Beendigung der Zeremonie weitergelaufen, wodurch die Aussage dort hörbar gewesen sei.
«Für die Aussage entschuldigen wir uns»
Weiter erklärt der Sender: «Für die Aussage entschuldigen wir uns. Sie war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt und wurde daher aus dem Online-Angebot entfernt. Zum Hintergrund: Im Austausch mit der Produzentin erklärte Stefan Hofmänner nach der Schlusszeremonie, dass das Kommentieren einer solchen Feier anspruchsvoll sei. Dies, weil während der Übertragung kaum Zeit bleibe, den Zuschauenden die gezeigten künstlerischen Elemente einzuordnen.»
Auch Sandra Boner hatte schon mit dem Mikrofon zu kämpfen
Es ist nicht das erste Mal, dass beim SRF vergessen geht, ein Mikrofon nach dem Ende einer Sendung auszuschalten. Auch Sandra Boner (51) kann davon ein Lied singen. Nach einer Live-Sendung für SRF-«Meteo», bei der Boner bei starkem Wind moderiert, hört man sie aus dem Off sagen: «So, Wind, Wind, Wind.»
Auch Hans Jucker (1946–2011) wurde für seine legendären Sprüche im Live-TV bekannt. Er nahm nie ein Blatt vor den Mund.