Alarm am Leutschenbach
Cyberkriminelle klauen private Daten von 340 SRF-Leuten

Die SRG meldet einen Cyberangriff auf Daten von SRF-Mitarbeitenden. Unbefugte griffen auf Kontakt- und Organisationsdaten von rund 340 Personen aus dem Jahr 2020 zu. Die Sicherheitsmassnahmen wurden jetzt verstärkt, der Vorfall wird untersucht.
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Die SRG ist Ziel eines Cyberangriffs geworden.
Foto: KI-Illustration

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die SRG meldet Cyberangriff auf SRF-Daten von 2020 mit 340 Betroffenen
  • Keine Hinweise auf Missbrauch oder Veröffentlichung der gestohlenen Daten
  • SRG überprüft Sicherheitsmassnahmen und verstärkt Schutz nach Angriff
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Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

Die SRG ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das erklärt das Unternehmen heute Montag in einer Medienmitteilung. Unbekannte haben sich Zugriff auf Daten von SRF-Mitarbeitenden verschafft, wie die SRG schreibt. Betroffen seien Kontakt- und Organisationsdaten von rund 340 aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden der Angebotseinheit «Information» aus dem Jahr 2020. Dazu gehören Namen, Funktionen sowie dienstliche und teilweise private Kontaktdaten. Nicht geklaut wurden persönliche Passwörter, Finanzdaten, journalistische Quellen oder Kommunikationsinhalte, heisst es weiter.

Sofort nach Entdeckung des Angriffs habe die SRG die betroffenen Zugänge deaktiviert und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um weiteren Schaden zu verhindern. Interne und externe Experten untersuchen den Vorfall derzeit umfassend. Zudem seien die zuständigen Behörden informiert und eine Anzeige eingereicht worden. «Die SRG nimmt den Schutz der Mitarbeitenden und ihrer Daten ernst und unterstützt Betroffene aktiv», erklärt das Unternehmen.

Offenbar kein Daten-Missbrauch

Nach Angaben der SRG sind bislang keine weiteren unberechtigten Zugriffe festgestellt worden, und es gibt keine Hinweise darauf, dass die gestohlenen Daten veröffentlicht oder missbräuchlich verwendet wurden. Mitarbeitende aus anderen Unternehmensbereichen seien nach aktuellem Wissensstand nicht betroffen.

Die betroffenen Personen wurden bereits direkt über den Vorfall informiert. Ziel der laufenden Untersuchungen ist es, die genauen Hintergründe des Angriffs zu klären und den Umfang der entwendeten Daten vollständig zu erfassen. Parallel dazu überprüft die SRG ihre bestehenden Sicherheitsmassnahmen und verstärkt diese bei Bedarf weiter, um künftige Angriffe zu verhindern.

Lohndaten von «NZZ»-Leuten gehackt

Das Ganze erinnert an einen Cyberangriff auf zwei andere grosse Schweizer Medienhäuser im Frühjahr 2023. Damals attackierte die Ransomware-Gruppe «Play» die IT-Systeme der NZZ. Weil CH Media verschiedene IT-Dienstleistungen von der NZZ bezog, war auch der Verlag mit Titeln wie «Aargauer Zeitung», «Luzerner Zeitung» oder «St. Galler Tagblatt» betroffen. Zeitweise mussten Systeme für die Zeitungsproduktion abgeschaltet werden, Regionalausgaben erschienen nur eingeschränkt. Später veröffentlichte die Hackergruppe rund 500 Gigabyte gestohlene Daten im Darknet.

Darunter befanden sich auch sensible Mitarbeiterdaten – etwa der Lohn.

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