Darum gehts
- Patricia Mathys, Sängerin und Hundecoiffeuse, lebt auf dem Dentenberg bei Bern
- Ihre CD «Neua(n)fang» enthält erstmals Lieder auf Berndeutsch-Dialekt
- Seit 25 Jahren Bühnenkarriere, Auftritt bei «Samschtig-Jass» am 7. März
Die bald zehnjährige Toy-Pudel-Dame Lilly verkriecht sich in ihrer Hundetasche, denn sie ahnt, was ihr nun blüht: Zirka alle zwei Monate wird sie gebadet, geföhnt und geschoren. «Leider mag sie das gar nicht», sagt Patricia Mathys (46). Die Bernerin ist nicht nur Sängerin, sondern auch Sekretärin – und Hundecoiffeuse mit Salon bei sich zu Hause.
Gemeinsam mit ihrem Mann Andreas (51), Hündchen Lilly und Kater Gizmo wohnt Patricia Mathys da, wo andere hinfahren, um sich zu erholen und die Aussicht zu geniessen: auf dem Dentenberg in der Nähe von Bern. Hier hat das Paar eine ehemalige Rauchküche liebevollzum Wohnhaus umgebaut. «In der Nacht sind hier oft Rehe, Füchse oder Marder zu hören», schwärmt Patricia Mathys.
Nachdem sie Lilly fertig gepflegt und frisiert hat, nimmt sie am Küchentisch Platz. Seit 25 Jahren tritt Patricia Mathys als Schlagersängerin auf. Zu den Höhepunkten ihrer bisherigen Karriere zählen ihre Auftritte bei der Schweizer Vorausscheidung für den «Grand Prix der Volksmusik» sowie in der TV-Sendung «Musikantenstadl» im Jahr 2006, der Sieg beim «Alpen Grand Prix» in Meran (I) ein Jahr darauf und der Gewinn des Kleinen Prix Walo in der Sparte Volksmusik/ Schlager im Jahr 2011.
Erstmals Lieder auf Dialekt
Zum 25-Jahr-Bühnenjubiläum schenkte sich die 1,78 Meter grosse Sängerin einen «Neua(n)fang». So heisst ihre aktuelle CD, auf der sie erstmals einen Teil der Lieder auf Dialekt singt. «Das wollte ich schon immer machen, und mein breites Berndeutsch kommt beim Publikum gut an», sagt sie. Künftig will sie vermehrt darauf setzen, schliesslich sang sie schon in ihrer Jugend in einer Mundart-Rockband.
Ein Neuanfang auch deshalb, weil sie als Musikerin noch mal richtig Fuss fassen will. Denn trotz ihrer Erfolge ist die ganz grosse Karriere bislang ausgeblieben, und aus beruflichen und privaten Gründen hat sie sich einige Jahre zurückgezogen. Am 7. März präsentiert sie sich in der Sendung «Samschtig-Jass» dem nationalen TV-Publikum: Mit ihrem Lied «Gloub a Di» wird sie Schwingerkönig Armon Orlik (30) anfeuern, der dann am Jasstisch sitzt.
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!
Mehrere Stellen
Hauptberuflich arbeitet Patricia Mathys als Sekretärin in einem Bauunternehmen. «Würde ich nicht singen, hätte ich wohl auf einen Beruf im Tierbereich gesetzt», sagt sie, die immer schon von Hunden und Katzen umgeben war. Aufgrund ihrer Leidenschaft wurde sie nebenberuflich erst Tierkinesiologin und später Hundecoiffeuse.
Patricia und Andreas Mathys lernten sich einst an einem ihrer Auftritte kennen. 2008 feierten sie ihre Hochzeit. Das Paar ist bewusst kinderlos geblieben, dafür hat Lilly einen besonderen Stellenwert: «Sie ist bei fast jedem meiner Konzerte dabei. Und wenn Andreas und ich ‹z’Bärg› gehen, kommt sie im Rucksack mit», sagt Mathys schmunzelnd. Das Paar liebt anspruchsvolle Bergtouren zu SAC-Hütten. Wegen Lilly lieber ohne Übernachtung, dafür können die Touren auch mal neun Stunden lang werden, wie jene zur Schreckhornhütte.
Daheim auf dem Dentenberg macht es sich das Paar gern gemütlich. Nachdem alle Tagesausflügler heimgekehrt sind, geniesst es die ruhigen Abendstunden. Bis irgendwo das Bellen eines Rehs zu hören ist.