Hier explodiert der Kopf vom Böögg
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26 Min und 30 Sek:Hier explodiert der Kopf vom Böögg

Kurz vor Zürcher Sechseläuten
Muotathaler Wetterschmöcker legt sich mit dem Böögg an

Am 20. April wird in Zürich der Böögg verbrannt, um den Sommer vorherzusagen. Doch Wetterschmöcker Roman Ulrich bleibt skeptisch. Blick erklärt er, weshalb.
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Das Sechseläuten, das immer am dritten Montag im April stattfindet, zieht jährlich Hunderttausende Menschen in den Strassen, vor den TV-Bildschirmen und Onlineportalen an.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am 20. April findet das Zürcher Sechseläuten mit 100'000 Zuschauenden statt
  • Der Böögg-Kopf explodiert: Zünfter wetten auf schnelles oder langsames Brennen
  • 2023 brauchte der Böögg 57 Minuten, Sommer war fünftwärmster seit Messbeginn
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Die sechs Muotathaler Wetterpropheten haben Kultstatus. Für ihre halbjährlichen Prognosen orientieren sie sich an tanzenden Mäusen, fliegenden Tannenzapfen, Bienenstöcken oder alten Bauernregeln.

Genauso kultig ist das Sechseläuten. Am Montag, 20. April, werden sich wieder gegen 3500 Zünfter, 350 Reiter und 100'000 Zuschauerinnen und Zuschauer am Zürcher Limmatquai und rund ums Bellevue scharen; noch mehr werden das Ereignis live auf den verschiedenen TV- und Onlineportalen verfolgen.

Vor drei Jahren hat nichts gestimmt

Wenn punkt sechs Uhr abends – daher der Name Sechseläuten – der Böögg angezündet wird, ist entscheidend, wann der Kopf des Schneemanns explodiert. Geht es schnell, wirds ein schöner Sommer, braucht er lange, wirds ein schlechter. Daran glauben viele, entsprechend werden auch – bis auf die Sekunde genau – viele Wetten abgeschlossen.

Einer, der das mit einem Schmunzeln quittiert, ist der Schwyzer Bergbauer und Wetterschmöcker Roman «Jöri» Ulrich (54). «Der Böögg hat nichts mit dem Sommer zu tun. Wie schnell er brennt, entscheidet nur der Wind», sagt er gegenüber Blick. Er wisse genau, wovon er rede. Als vor drei Jahren der Kanton Schwyz Gastkanton war, seien sie als geladene Gäste am Umzug mitgelaufen. 

Schlechte Prognose und super Sommer

«Da hat der Böögg uh lange gehabt, bis der Kopf ab war, etwa eine Stunde, und der Sommer war super», so der Bauer belustigt. Tatsächlich brauchte der symbolisierte Winter ganze 57 Minuten, um dem Frühling Platz zu machen. Und es war danach der fünftwärmste Sommer seit Messbeginn.

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Zum Wetter bis und mit 20. April sind sich die Muotathaler Wetterschmöcker wie gewohnt leicht uneinig. Das geht von recht warm bis «zu kalt und nass für Frühlingsgefühle», wie Silvan «Herrenbödler» Betschart (34) auf der Website schreibt.

Roman Ulrich sagt dazu: «Am Montag ist recht gutes Wetter. Es wird warm, aber nicht heiss. Und es kann ab und zu ein kleines Gütschli Regen geben.» Lachend ergänzt er: «Der schadet den vielen Leuten, die da draussen stehen, nicht. Es gibt genug, die ein bisschen besser aussehen könnten.»

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