Darum gehts
- Michael von der Heide pflegt lange Haare mit Bierspülung und singt Knef
- Chansonnier lässt Haare für Knef-Programm wachsen, gibt Diven-Allüren
- Album «Michael von der Heide singt Knef» ist ab sofort erhältlich
Schon zu seinen Anfangszeiten setzte Michael von der Heide (53) auf lange Haare. Und seit der Corona-Zeit liess der Chansonnier seine Mähne erneut wachsen. Für die Pflege setzt er auf ein ganz besonderes Getränk.
«Einmal im Monat mache ich eine Bierspülung», verrät er im Gespräch mit Blick. «Mit einem Schweizer Bier. Die Hälfte der Dose kommt auf den Kopf, den Rest trinke ich.» Das Ergebnis sei stärkeres Haar mit mehr Glanz und Volumen.
Inspiriert von Ozzy Osbourne
Übertriebene Stylings gibts bei von der Heide aber nicht. Er halte nicht viel davon, die Haare ständig zu strapazieren. «Mit regelmässigem Färben, Toupieren und übertriebenem Gebrauch von Hilfsmitteln wie Haarspray. Ich frage mich immer wieder bei anderen Menschen, wieso sie so viel Spliss haben.» Trotzdem: Auch er hat bei der Farbe seiner Haare nachgeholfen. «Ich habe ein paar Sommer-Strähnchen. Gefärbt und vom Sonnenschein.»
Den Entscheid, sein Haar wieder wachsen zu lassen, fällte von der Heide, nach dem Schauen einer Dokumentation zu Ozzy Osbourne (1948–2025). «Mit diesen langen Haaren, der getönten Brille und dem Rollkragenpullover konnte er im Alter viel kaschieren. Und ich bin zwar noch nicht so alt, aber trotzdem habe ich mich zu längeren Haaren entschieden.»
Frage nach Extensions
Er werde immer wieder auf die Mähne angesprochen. Auch von Prominenten. «Zweimal wurde ich sogar gefragt, ob ich Extensions habe», sagt er mit einem Lachen. Auf die Haarteile setzt er aber nicht.
Seine Mähne passt auch zu seinem aktuellen Projekt. Er steht nicht nur am Theater St. Gallen als Riff Raff in der «Rocky Horror Show» auf der Bühne, er veröffentlicht am Freitag auch das Album «Michael von der Heide singt Knef» und tourt mit seinen Versionen von Klassikern von Hildegard Knef (1925–2002) durch die Schweiz. «So lang waren meine Haare noch nie. Ich liess sie extra für dieses Programm wachsen», erzählt er. «Die Mähne gibt mir die Allüren einer Diva, das passt.»
Von der Heide singt Knef
Der Chansonnier widmet nicht zum ersten Mal ein Programm der verstorbenen deutschen Schauspiel- und Musiklegende («Für mich solls rote Rosen regnen»). 1998 coverte er ihren Titel «Die Welt ging unter am Zürichsee bei 30 Grad im Schatten», drei Jahre später tourte er erstmals mit einem Programm mit Knefs Klassikern durchs Land. «Damals habe ich mich mehr den lasziven Liedern, die sich ums Nachtleben drehen, gewidmet. Jetzt, zu ihrem 100. Geburtstag und mit zunehmendem Alter, interpretiere ich auch die poetischeren und tieferen Songs», so von der Heide.
Ob nach dem Knef-Programm seine Haare dran glauben müssen? «Mal schauen. Die ganzen Haare scheren werde ich ganz bestimmt nicht.»
«Von der Heide singt Knef» ist ab sofort erhältlich, Bühnenpremiere ist am 5. September 2025 in Dübendorf ZH.