61. Solothurner Filmtage
Nicolas Wadimoff gewinnt den «Prix de Soleure»

Der Dokumentarfilm «Qui vit encore» von Nicolas Wadimoff gewinnt den «Prix de Soleure» der 61. Solothurner Filmtage. Der berührende Film über Geflüchtete aus Gaza, der in Venedig Premiere feierte, wird mit 60'000 Franken ausgezeichnet.
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Der Regisseur Nicolas Wadimoff gewinnt mit seinem Film «Qui vit encore» den «Prix de Soleure».
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • «Qui vit encore» gewinnt «Prix de Soleure» bei 61. Solothurner Filmtagen
  • Publikumspreis «Prix du Public» geht an «Becaària» von Erik Bernasconi
  • 65'000 Eintritte bestätigen hohe Bedeutung des Festivals für Schweizer Film
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Der grosse Gewinner der 61. Solothurner Filmtage: «Qui vit encore» von Nicolas Wadimoff holt den «Prix de Soleure». Der Dokumentarfilm, der bereits in Venedig Premiere feierte, rührt mit Geschichten von Geflüchteten aus Gaza, die über Verlust und den Weg zurück ins Leben sprechen. Die Jury lobte die sensible Darstellung der menschlichen Tragödie fernab des Kriegsgeschehens. Der Preis ist mit 60'000 Franken dotiert und wird von Stadt und Kanton Solothurn sowie dem Fonds «Prix de Soleure» getragen. 

Auch das Publikum hat gewählt: «Becaària» von Erik Bernasconi gewinnt den «Prix du Public», dotiert mit 20'000 Franken. Der Coming-of-Age-Film folgt dem 16-jährigen Mario aus dem Tessin, der in den Bergen wichtige Lektionen über das Leben und die Liebe lernt. Der Film beruht auf dem 2011 erschienenen Buch «Il becaària» des Tessiner Schriftstellers Giorgio Fenetelli.

65'000 Eintritte verkauft

Die Preise für Kurz- und Animationsfilme gingen an zwei besondere Werke: Lara Alina Hofers kafkaeske Doku-Fiction «Versuch, einen Baum in Zürich zu fällen» erhielt 10'000 Franken, ebenso wie Luisa Zürchers Animation «Ich bin nicht sicher», die humorvolle und emotionale Einblicke in einen Spitalaufenthalt bietet. Beide Preise wurden von Suissimage und SSA gestiftet.

Mit rund 65'000 Eintritten bleibt das Festival auf Vorjahresniveau. Laut künstlerischem Leiter Niccolò Castelli spiegelt die hohe Auslastung die Bedeutung des Schweizer Films: «Schweizer Filme vertiefen Geschichten, die sowohl unser Verständnis des Landes von innen heraus sichtbar machen wie auch einen externen Blick auf die Schweiz werfen. Die Solothurner Filmtage haben sich als lebendiger Treffpunkt etabliert. Gerade in der aktuellen Zeit sehen wir, wie wichtig es für das Publikum ist, Filme zu kontextualisieren und inhaltlich einzuordnen.»

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