10 Tipps vom Medienpionier
Roger Schawinski verrät Rezept für mehr Lebensjahre

Still sein, sich ausruhen, das war nie sein Ding. Derzeit überrascht der umtriebige Medienunternehmer gar mit einem Bestseller. Dem Leben mehr gesunde Jahre geben ist seine Botschaft an die Boomer.
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Roger Schawinski und Gabriella Sontheim sind seit Jahrzehnten glücklich verheiratet und haben eine gemeinsame Tochter.
Foto: Fabienne Bühler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Roger Schawinski (80) spricht über sein Buch «Bonus-Jahre» und Lebensphilosophie
  • Er betont Disziplin, Fitness und Unterstützung der jüngeren Generation finanziell
  • Täglich 70 Liegestütze, 20 % Gene, 80 % Lebensführung beeinflussen das Altern
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Leo Lüthy, GlücksPost
Glückspost

Für Gabriella, die mich seit mehr als 30 Jahren zu einem besseren Menschen gemacht hat», schreibt Roger Schawinski (80) in seinem Vorwort. Und natürlich ist Ehefrau Gabriella Sontheim (67) mit ein Grund, weshalb sich «Schawi» noch immer sehr vital fühlt. «Sich mit jüngeren Menschen zu umgeben, ist nie falsch», sagt er. Die Glückspost hat sich mit dem Medien-Pionier über sein Erfolgsbuch «Bonus-Jahre» unterhalten.

Glückspost: Haben Sie heute schon Ihre 70 Liegestütze gemacht? Und die Proteinpillen geschluckt?
Roger Schawinski:
Absolut. Die Zahl 70 zu halten, ist schwierig. Dazu braucht es das tägliche Training, sonst fällt man zurück.

Mehr in der «GlücksPost»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

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Da kann man nur den Hut ziehen. Was treibt Sie an? Beweisen müssen Sie wirklich niemandem mehr etwas.
Doch. Mir! Ich beweise mir, dass es in meinem Alter mit der Fitness nicht nur runtergehen muss, wenn man diszipliniert ist. Da kann man sogar zulegen. Und das gilt für alle, wie ich im Buch ausführe.

Haben Sie nicht einfach nur das Glück der guten Gene?
Gemäss der aktuellen Forschung spielen die Gene zwar eine Rolle, aber eine untergeordnete. So etwa 20 Prozent. Entscheidender ist die Lebenshaltung. Und Glück gehört natürlich auch dazu. Eine schlimme Erkrankung kann jeden treffen.

Sie feiern in Ihrem neuen Buch «Bonus-Jahre» die Boomer-Generation. Hatten wir nicht einfach das Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort geboren worden zu sein?
Absolut. Dies betone ich. Und dies sollten wir bestmöglich nutzen, besonders in unserem Alter. Wir haben bisher alles anders gemacht als die Generationen vor uns. Das war richtig. Das sollten wir weiterhin tun. Dann können wir noch viele tolle Bonus-Jahre geniessen.

Die 10 Tipps von Roger Schawinski

1. Soziale Kontakte pflegen
2. Beim Gehen möglichst lange Schritte machen
3. Genügend Schlaf
4. Kaffee nur am Vormittag trinken
5. Alkohol vermeiden
6. Krafttraining machen
7. Übergewicht und auch Untergewicht vermeiden
8. Optimismus und gute Laune pflegen
9. Altersmilde werden
10. Disziplin bewahren. Nie aufgeben!

1. Soziale Kontakte pflegen
2. Beim Gehen möglichst lange Schritte machen
3. Genügend Schlaf
4. Kaffee nur am Vormittag trinken
5. Alkohol vermeiden
6. Krafttraining machen
7. Übergewicht und auch Untergewicht vermeiden
8. Optimismus und gute Laune pflegen
9. Altersmilde werden
10. Disziplin bewahren. Nie aufgeben!

Sie plädieren nun für Altersmilde und Achtsamkeit. Wie zeigt sich das in Ihrem Berufs- und Privatleben? Sie sind ja nicht gerade bekannt dafür, einem Streit aus dem Weg zu gehen.
Na ja, etwas milder geworden bin ich wohl. Aber für eine gute Sache setze ich mich weiterhin kraftvoll ein. Wie etwa gegen ein völlig unsinniges nationales Verbot von UKW. Und wenn ich damit sogar Erfolg habe, ist dies beglückend.

Altersgeiz soll gar nicht geil sein, meinen Sie. Wir sollten die jüngere Generation vor dem Tod finanziell unterstützen. Wie haben Sie dies selbst geregelt?
Es ist die Angst, die den Altersgeiz fördert. Es ist also wichtig, dass man vorsorgt, materiell und auch emotional. Dies habe ich recht gut hingekriegt. Ich bin zwar grundsätzlich eher sparsam, aber ich will auch das Leben geniessen und mich nicht selbst kasteien. Und meinen Kindern gebe ich so viel Geld, dass sie ihre beruflichen Träume erfüllen können. Und nicht so viel, dass sie nichts mehr machen müssen. Damit sind wir alle sehr gut gefahren.

Wer ist Ihnen in der Schweiz und im Ausland ein Vorbild, wenn es darum geht, bestmöglich zu altern?
Da gibt es leider sehr wenige Vorbilder für die heutige Jugend, wie ich in meinem Buch im Kapitel «Role Models» ausführe. Ein Grund dafür ist die furchtbare Schnelllebigkeit unserer Zeit, mit den immer weiter dominierenden Sozialen Medien. Aber im engen, persönlichen Umfeld kann jeder ein Vorbild werden. Dies sollte man anstreben.

Welcher Sport macht in unserem Alter noch Sinn? Sie haben ja das Marathonlaufen und das Skifahren aufgegeben.
Richtig. Den Marathon, weil ich dieses Kapitel nach einem schweren Knieschaden abgeschlossen habe. Heute kann ich nach einer Operation wieder joggen, tue dies aber nur noch in beschränktem Ausmass. Ich liebte das Skifahren wie kaum etwas anderes. Aber ich bin nicht mehr bereit, dieses Risiko einzugehen. Die Meldungen über die vielen furchtbaren Unfälle zeigen mir, dass ich in diesem Bereich leider loslassen sollte. Jeder sollte also überprüfen, welche Risiken er eingehen möchte und welche nicht.

Persönlich

«You Can Get It If You Really Want» ist das Lebensmotto von Roger Schawinski. Aber auch das Bonmot: «Bergauf beschleunigen». Wenn andere beim beschwerlichen Anstieg resignieren, setzt dieser ungeahnte Kräfte frei. Das alles hat Roger Schawinski zum Schweizer Medienpionier und erfolgreichen Unternehmer gemacht. Sowohl das erste Privatradio (Radio 24) als auch den ersten Privatsender (Tele Züri) der Schweiz hat Schawinski gegründet. Auch der «Kassensturz» «isch mini Idee gsi» und läuft heute noch immer erfolgreich im Schweizer Fernsehen.

«You Can Get It If You Really Want» ist das Lebensmotto von Roger Schawinski. Aber auch das Bonmot: «Bergauf beschleunigen». Wenn andere beim beschwerlichen Anstieg resignieren, setzt dieser ungeahnte Kräfte frei. Das alles hat Roger Schawinski zum Schweizer Medienpionier und erfolgreichen Unternehmer gemacht. Sowohl das erste Privatradio (Radio 24) als auch den ersten Privatsender (Tele Züri) der Schweiz hat Schawinski gegründet. Auch der «Kassensturz» «isch mini Idee gsi» und läuft heute noch immer erfolgreich im Schweizer Fernsehen.

Wann ist für Sie die Zeit gekommen, das Mikrofon zu meiden?
Wenn ich Namen und Daten nicht mehr sofort abrufen kann. Dann bin ich weg. Aber Live-Interviews sind eine phantastische Form von Gehirnjogging, das meine kognitiven Fähigkeiten schärft. Und die sind für die Bonus-Jahre ganz, ganz wichtig.

Sie sind seit Jahren Mitglied von Exit. Wann macht für Sie das Leben keinen Sinn mehr?
Ich möchte nicht an Schläuchen vegetieren. Als Boomer haben wir immer über unser Leben selbst bestimmt. Das soll bis zum Schluss so bleiben.

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