Darum gehts
- Trump hinterfragt am WEF in Davos die Verlässlichkeit der Nato
- Prinz Harry kritisiert Trumps Aussagen und betont Respekt für Kriegsopfer
- Nato-Mission in Afghanistan forderte 2456 US-Leben, 1044 weitere Soldaten starben
Der Aufenthalt von Donald Trump (79) am WEF in Davos hat polarisiert. Besonders ein Interview mit Fox News sorgt für Aufsehen, in dem der US-Präsident die Verlässlichkeit der Nato infrage stellte. Trump hatte dort behauptet: «Wir haben die Nato nie gebraucht, wir haben sie nie wirklich um irgendetwas gebeten.» Trump zweifelte zudem daran, ob die Nato die USA im Falle einer Bedrohung verteidigen würde.
Diese Aussagen stossen auf heftige Kritik. Besonders empört zeigt sich Prinz Harry (41), der selbst zweimal in Afghanistan stationiert war. In einem offiziellen Statement erklärt er: «Ich habe dort gedient. Ich habe dort Freunde fürs Leben gefunden. Und ich habe dort Freunde verloren.»
Opfer hätten Respekt verdient
Der britische Royal betonte die langfristigen Auswirkungen des Krieges: «Tausende Leben wurden für immer verändert. Mütter und Väter begruben Söhne und Töchter. Kinder blieben ohne einen Elternteil zurück. Familien tragen bis heute die Last. Diese Opfer verdienen es, dass man wahrheitsgemäss und mit Respekt über sie spricht, während wir alle vereint und loyal zur Verteidigung von Diplomatie und Frieden stehen.»
Die Nato-Mission in Afghanistan kostete das Leben von 2456 Amerikanern und 1044 Soldaten anderer Nationen, darunter 457 Briten und 59 Deutsche. Prinz Harry, der 2007 bis 2008 und erneut 2012 in Afghanistan diente, war einer der britischen Soldaten, die vor Ort kämpften.
In seinen Memoiren «Spare» (2023) enthüllte er, dass er während seines zweiten Einsatzes 25 Taliban-Kämpfer getötet habe und diese als «Schachfiguren» gesehen habe.