Darum gehts
- Schweizer Newcomer glänzen: Acht Musiker überzeugen mit Kreativität und Originalität
- Shmoney112 mit wachsendem Erfolg, inspiriert von französischem Rap und Alltagstexten
- Bemdo CD erzielt virale Erfolge auf Tiktok durch eingängigen Schweizerdeutsch-Rap
Der Musikmarkt bewegt sich in rasantem Tempo – beinahe täglich tauchen neue Namen auf. Doch welche Künstlerinnen und Künstler bringen tatsächlich das nötige Profil mit, um sich nachhaltig zu etablieren?
Blick hat acht Schweizer Musiker und Musikerinnen unter die Lupe genommen, die in letzter Zeit konstant überzeugen. Eine treffende Definition des Begriffs «Newcomer» liefert der Winterthurer Rapper Jamal: «Jemand, der neu in der Szene ist und kontinuierlich abliefert. Es gibt keine Downphase – die Entwicklung zeigt nach oben.»
Bass trifft Banlieue
Der Rapper Shmoney112 startete in einem schulischen Hip-Hop-Kurs und veröffentlichte seine Musik anfangs zögerlich. Heute steht Shmoney112 für einen klaren, vom französischen Rap geprägten Sound: druckvolle Bässe, schweizerdeutsche und gezielte französische Lines. Sein präziser Flow trägt alltagsnahe Texte – seine Streamingzahlen steigen konstant und das auch in Deutschland.
Stille mit Tiefgang
Noa Faith bewegt sich stilistisch zwischen Latin-inspirierten Rhythmen und reduziertem, atmosphärischem Pop. Ihre Stimme bleibt bewusst zurückgenommen, fast intim – ein Kontrast, der ihren Songs Tiefe verleiht. Auch visuell überzeugt sie mit hochwertig produzierten Videos, die ihr künstlerisches Profil unterstreichen.
Vom Runway zum Trap
Raph verbindet Mode und Musik: Mit 17 war er bereits in der Pariser Szene aktiv, arbeitete im Styling für Louis Vuitton und zeigte da auch später seinen eigenen Brand. Heute überträgt er dieses ästhetische Gespür auf seine Musik – englischsprachiger Trap trifft auf melodischere, ruhigere Tracks. Seine Nähe zu Fashion und Musik prägt auch sein klares Verständnis für seine Positionierung als Artist.
Attitüde wie Tate McRae
Lily Costa erinnert in ihrer Klangfarbe und Attitüde an Tate McRae – und das durchaus im positiven Sinne. Ihre englischsprachigen Tracks leben von einer rauen, emotionalen Stimmfarbe und einem feinen Gespür für Pop-Dramaturgie. Live wird sie diesen Sommer unter anderem in Luzern und Rubigen zu sehen sein.
Ein Ohrwurm
Trotz beachtlicher Reichweite bleibt Bendo CD für viele noch unter dem Radar. Sein Erfolgsrezept: eingängiger Schweizerdeutsch-Rap, ergänzt durch französische Einflüsse, klar strukturierte Hooks und bewusst reduzierte Lines. Gerade diese Einfachheit sorgt für hohen Wiedererkennungswert – auf Plattformen wie Tiktok erzielen seine Clips regelmässig virale Reichweiten.
In zwei Sphären
Yung Hurry setzt auf Atmosphäre statt Tempo. Seine Tracks bewegen sich zwischen Afrobeats R&B und Rap, getragen von weichen Melodien und einer entspannten, aber kontrollierten Vocal-Performance. Der Künstler kann aber auch anders – neben seinen englischen Liedern rappt Yung Hurry manchmal auch auf Deutsch.
Geht tief
Mit einer markanten, tiefen Stimme positioniert sich Altea im Spannungsfeld zwischen Soul, R&B und Rap. Sie wechselt mühelos zwischen Englisch und Schweizerdeutsch und verleiht ihren Songs eine spürbare emotionale Intensität. Die Zusammenarbeit mit dem Rapper Jamal hat ihre Präsenz in der Szene zusätzlich verstärkt.
Ohne Filter
Amin liefert energiegeladenen Schweizerdeutsch-Rap mit hohem Tempo und markantem Bassfundament. Seine Tracks setzen auf Direktheit und Druck – stilistisch kompromisslos und klar auf Wirkung ausgelegt.