VA Nico Santos Errate Songs in einer Sekunde
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Challenge mit dem Sänger:Errate Songs in einer Sekunde mit Nico Santos

Sänger Nico Santos (33) über sein neues Album, seinen Lehrer und die Schweiz
«Bei euch ist es ähnlich schön wie auf Mallorca»

Nico Santos fühlt sich der Schweiz näher denn je: Vor seinem Tourfinale in Zürich spricht der Sänger über Rätoromanisch, Schwingsport, Beatrice Egli – und den sehr persönlichen Start seines neuen Albums «POV».
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Nico Santos ist einer der aktuell erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Und auch als Coach bei «The Voice of Germany» aktiv.
Foto: RMS

Darum gehts

  • Nico Santos fühlt sich der Schweiz sehr nah, kennt Schweizer Songs und mag auch Rätoromanisch
  • Sein neues Album «POV» beginnt mit «Dear Child», einem Lied für seinen Sohn mit dessen Stimme
  • Am 11. November beendet Santos seine Tour im Hallenstadion Zürich und plant dort Besonderes

Blick: Anfang September sangen Sie am Energy Air mit 40'000 Menschen in Luzern «Heimweh» von Plüsch. Wie gut kennen Sie sich mit der Schweizer Musik aus?

Nico Santos: Schon nicht schlecht. Klassiker wie «W. Nuss vo Bümpliz» kenne ich. Den Titel habe ich auch auf meiner letzten Tour angespielt und gesehen, wie krass der hier ankommt. Und einer meiner Lieblingssongs ist «Déjeuner en paix» von Stephan Eicher. Ihn verfolge ich schon sehr lange. Und ich habe kürzlich Mattiu kennengelernt. Ein Schweizer Künstler, der auf Rätoromanisch singt.

Welchen Bezug haben Sie zu Rätoromanisch?

Anfang des Jahres besuchte ich die rätoromanische Schweiz. Und ich dachte zuerst, die Dinge seien auf Katalanisch angeschrieben, weil Rätoromanisch so ähnlich ist. Ich bin ja in Mallorca aufgewachsen und spreche deshalb Katalanisch und Spanisch. Nun bin ich auf dem besten Weg, Schweizer zu werden (lacht).

Gibt es Pläne, hierher zu ziehen?

Ich frage mich immer, warum ich das nicht mache. Wenn ich von Mallorca herfliege, finde ich es ähnlich schön wie auf der Insel. Wenn ich von Berlin in die Schweiz fliege, denke ich mir immer: Soll ich hier hinziehen? Du guckst da raus, alles ist grün, die Berge, alles funktioniert hier eigentlich immer perfekt. Die Schweiz hat irgendetwas Magisches.

Beatrice Egli pendelt ja auch von Deutschland zu ihrem Wohnort in die Schweiz. Da könnten Sie Tipps holen.

100 Prozent. Lustigerweise denken wir in Deutschland ja immer, sie sei auch aus Deutschland, weil sie «Deutschland sucht den Superstar» gewonnen hat. Sie ist eine tolle Sängerin, und ich könnte mir auch vorstellen, mit ihr zusammenzuarbeiten.

Sie haben unter anderem Lieder für Bushido und Helene Fischer geschrieben. Wie gehen Sie da vor?

Ich war immer mit jedem im Studio. Nur bei Helene Fischer haben wir die Idee ohne sie angefangen, weil wir uns gedacht haben: Sie will ein neues Album machen, vielleicht finden wir etwas, das sie toll findet.

Wenn das Kapitel Musik von heute auf morgen abgeschlossen wäre, in welchem Bereich würden Sie sich dann verwirklichen?

Das ist die schwerste Frage auf der Welt. Wenn man hauptberuflich Musik macht, dann hat man keinen Plan B. Wenn, dann würde ich am liebsten nur chillen, vielleicht hier in der Schweiz. Morgens einen Espresso trinken und einfach Papa sein. Oder vielleicht irgendetwas Cooles erfinden.

Persönlich: Nico Santos

Nico Santos, bürgerlich Nico Wellenbrink, wurde 1993 in Bremen als Sohn des Schauspielers Egon Wellenbrink (81) geboren. Kurz nach seiner Geburt zog die Familie auf Mallorca, weshalb er sich später für den spanisch klingenden Künstlernamen Santos entschied. Neben seiner Musikkarriere arbeitete er in jungen Jahren als Animateur in Clubhotels. Zu seinen Auszeichnungen gehören unter anderem zweimal die «1 Live Krone» und zweimal der «Nickelodeon Kids' Choice Awards». Im Juni 2022 heiratete er seine langjährige Freundin. 2024 wurde das Paar Eltern eines Sohnes.

Nico Santos, bürgerlich Nico Wellenbrink, wurde 1993 in Bremen als Sohn des Schauspielers Egon Wellenbrink (81) geboren. Kurz nach seiner Geburt zog die Familie auf Mallorca, weshalb er sich später für den spanisch klingenden Künstlernamen Santos entschied. Neben seiner Musikkarriere arbeitete er in jungen Jahren als Animateur in Clubhotels. Zu seinen Auszeichnungen gehören unter anderem zweimal die «1 Live Krone» und zweimal der «Nickelodeon Kids' Choice Awards». Im Juni 2022 heiratete er seine langjährige Freundin. 2024 wurde das Paar Eltern eines Sohnes.

Sie waren ja einst Animateur auf Mallorca.

Das würde ich immer wieder machen. Die Zeit hat mich sehr geprägt. Weil ich gelernt habe, richtig stressresistent zu sein. Also um 9 Uhr war Meeting, und bis 0 Uhr musstest du arbeiten. Und danach hast du weitergemacht, hast sehr oft mit den Gästen noch Party gemacht. Das war schon eine krasse Zeit.

Sie sind auch «The Voice»-Coach. Was ist der wichtigste Tipp, den Sie jungen Musikschaffenden mitgeben können?

Den Tipp, den ich damals auch bekommen habe: Übt so viel ihr könnt mit den unterschiedlichsten Songs, damit ihr eure Stimme findet.

Und was ist der schlechteste Tipp, den Sie jemals bekommen haben?

Von meinem Lehrer: «Lass es mit der Musik.» Viele Mallorquiner haben es im Sport geschafft. Zum Beispiel Marco Asensio, der war bei meiner Schwester in der Klasse. Rafael Nadal, Carlos Moyá. Wir haben echt tolle Sportler, aber keine Musiker.

Am 30. Oktober erscheint Ihr Album «POV». Der erste Track des Albums, «Dear Child», ist Ihrem Sohn gewidmet, der auf dem Track auch zu hören ist. Wieso so ein persönliches Thema direkt am Anfang?

Ich wollte, dass die erste Stimme, die man hört, wenn man das Album anmacht, nicht meine ist. Und ich fand den Gedanken, dass der Titel für meinen Sohn ist, sehr schön. Der Track ist auch sein Lieblingslied geworden. Er freut sich immer, sich selbst zu hören. Sonst hört er «Freestyler» von den Bomfunk MCs, «Temperature» von Sean Paul und «MMMBop» von den Hansons. Zum Glück mag er nun mit meinem Song auch einen ruhigen Titel. Ich musste nicht mit Reizüberflutung auftrumpfen.

Mit dem neuen Album treten Sie am 11. November im Hallenstadion Zürich auf. Der Tourabschluss. Ist das kein Risiko, beim eher verhaltenen Schweizer Publikum?

Ich nehme das ganz anders wahr: Das Schweizer Publikum ist schon wirklich sehr krass und kann super laut sein. Ich bin der Schweiz in diesem Jahr noch mal viel nähergekommen. Beispielsweise habe ich den Schwingsport kennengelernt und mich ins Sägemehl gewagt, und ich war auch beim Sächsilüte. Das kannte ich alles vorher nicht. Wir überlegen uns auf jeden Fall etwas Besonderes für Zürich. Die letzte Show ist ja immer speziell.

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«Macht krass Spass!»:Nico Santos versucht sich als Schwinger

Inwiefern?

Generell, bei einer Tour ist der letzte Abend immer der, bei dem die Band sich gegenseitig Streiche spielt. Einmal hat jemand überall Leim auf meine Klaviertasten gemacht, sodass meine Hände am Klavier klebten. Ein anderes Mal wurden mir meine eigenen Sprachnachrichten auf dem Kopfhörer abgespielt, sodass ich mich selbst gehört habe und mich extrem konzentrieren musste. Die letzte Show ist immer super crazy. Das wird ein Feuerwerk.

Tickets für das Konzert von Nico Santos am 11. November im Hallenstadion Zürich gibt es bei Ticketcorner.

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