Prinzessin Annes Tochter Zara Tindall rechnet öffentlich mit Mark Philips ab
«Selten bekam ich von meinem Vater ein Lob»

Zara Tindall spricht im Podcast «Talk Horse» über ihren strengen Vater Mark Phillips: Lob sei selten gewesen, Kritik Alltag. Bei ihren drei Kindern will die Olympiamedaillengewinnerin weniger Druck machen.
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Zara Tindall ist eine mehrfach ausgezeichnete Springreiterin.
Foto: Dukas

Darum gehts

  • Zara Tindall erhielt von Vater Mark Phillips selten Lob
  • Als Trainer verlangte er Resultate und Stallarbeit
  • Bei ihren drei Kindern will sie weniger streng sein
Flavia Schlittler Ringier Verlag
Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Zwei kleine Worte, ein grosser Wunsch: «Gut gemacht.» Für Zara Tindall (45) war das Lob ihres Vaters Mark Phillips (78) selten. Kritik dagegen gehörte zum Alltag. Im Podcast «Talk Horse» packt die Tochter von Prinzessin Anne (76) aus.

Und erzählt, wie sehr sie der strenge Umgang ihres Vaters als Trainer geprägt hat – und weshalb sie es bei ihren eigenen Kindern anders machen will. «Ich habe immer danach gestrebt, ein Lob von meinem Papa zu bekommen», erzählt Tindall.

Seltenes Lob

Ihr Vater sei ein harter Trainer gewesen, der offen seine Meinung sagte. «Sehr selten bekam ich von meinem Vater ein Lob», beschreibt sie die hohen Ansprüche. Als sie kurz vor dem Schulabschluss stand und überlegte, ob sie mit Pferden beruflich erfolgreich sein könnte, machten ihre Eltern klare Ansagen.

«Ihr müsst es richtig machen. Ihr bekommt keine Hilfe und müsst Ergebnisse liefern», erinnert sie sich. Auch die Stallarbeit gehörte dazu: Ausrüstung putzen, Ställe ausmisten. Wer seine Aufgaben nicht erledigte, bekam Schwierigkeiten.

Der harte Weg zahlte sich sportlich aus. 2006 wurde Zara Tindall mit ihrem Team Weltmeisterin im Vielseitigkeitsreiten. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London gewann sie mit dem britischen Team Silber. Die Medaille überreichte ihre Mutter Prinzessin Anne.

Royaler Seitenhieb

Auf die Frage, wie sich das für sie angefühlt hat, gibts einen Seitenhieb Richtung Mama und ihre royale Verwandtschaft. «Tatsächlich sind ausnahmsweise einmal ein paar meiner Familienmitglieder gekommen, um zuzuschauen. Das ist schön», so Tindall, die sich offensichtlich mehr Interesse und Unterstützung ihrer Liebsten wünscht.

Ihre Eltern hätten sie auf unterschiedliche Weise geprägt. «Mama ist sehr entspannt», erzählt Zara Tindall. Ihre Mutter sage einfach: «Mach dein Ding.» Ihr Vater dagegen habe sie immer wieder angetrieben: «Mehr davon, mehr davon.»

Heute hat Zara mit ihrem Mann Mike Tindall (47) drei Kinder: Mia (12), Lena (8) und Lucas (5). Die beiden Mädchen sitzen bereits selbst im Sattel. Doch die eigene Erfahrung hat die Nichte von König Charles III. (77) geprägt. «Mein Vater war ein harter Trainer. Ich versuche, bei meinen eigenen Kindern nicht ganz so streng zu sein», sagt sie.

Die leidenschaftliche Reiterin weiss, wie viel Druck hohe Erwartungen erzeugen können. Ihren Kindern möchte sie diesen nicht im selben Mass zumuten. Von Zara Tindall werden sie sicher öfter hören, was sie selbst so lange ersehnt hat: «Gut gemacht.»

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