Darum gehts
- Andrew Garfield und Jude Law spielen Siegfried und Roy in «Wild Things»
- Ihre extravaganten Looks sind von den Magiern inspiriert
- Das Duo erzielte 1.5 Milliarden Dollar im The Mirage Hotel
Es waren mal zwei Hollywood-Stars. Der eine erlangte Berühmtheit als Spiderman, der andere erfreut jährlich zur Weihnachtszeit die Frauenherzen im Klassiker «Liebe braucht keine Ferien». Die Rede ist von Andrew Garfield (42) und Jude Law (53). Nun spannen die beiden für eine neue Serie zusammen und beim ersten Foto vom Set erinnert dabei so rein gar nichts mehr an den Spinnenmann, geschweige denn an den Hottie aus dem Filmerfolg.
Auf dem auf X geposteten Foto trägt Garfield einen dünnen Kinnbart, eine schmale Brille ohne Rand, ein schwarzes Béret und einen königsblauen Blazer. Dazu kombiniert er schwarz-weiss gemusterte Hosen. Dagegen wirkt Law mit seinem schwarzen Jackett mit Lederärmeln, einem gemusterten Tuch, sowie einem grossen Kreuz um den Hals beinahe brav. Was bei ihm allerdings ins Auge fällt, ist seine grosse Sonnenbrille und vor allem seine langen blonden, nach hinten geföhnten Haare.
Die für sie sehr ausgefallenen Looks gehen allerdings nicht auf die alleinige Fantasie einer Kostümbildnerin zurück, sondern sind von zwei echten Legenden inspiriert – Siegfried und Roy. In der achtteiligen Apple-TV-Serie «Wild Things» verkörpern Law und Garfield das deutsche Magier-Duo, welches mit seinen spektakulären Shows in Las Vegas während Jahrzehnten für Furore sorgte.
Sorgten für Rekordeinnahmen
Siegfried Fischbacher (1939–2021) und Roy Horn (1944–2020) lernten sich 1960 auf einem Passagierschiff kennen, arbeiteten beide zunächst als Kellner, bevor sie die Gäste auf Wunsch des Kapitäns mit ihren Zaubertricks unterhielten. Bereits auf dem Schiff studierten sie ihre ersten Nummern mit einer Wildkatze ein, mit dem Geparden Chico, der einem befreundeten Tierhändler gehörte.
Nach zahlreichen Tourneen und Stopps in ganz Europa verschlug es das Duo bereits Ende der 1960er-Jahre ein erstes Mal nach Las Vegas, ab 1974 waren sie dort beinahe täglich mit ihren Tiger- und Löwenshows in verschiedenen Hotels zu sehen. Ihren grössten Coup landeten sie 1988, als sie einen fünfjährigen Vertrag in Höhe von 57.5 Millionen Dollar für ihre Shows im sich damals noch im Bau befindenden The Mirage Hotel unterschrieben. Die erste Show fand 1990 statt.
Dem Hotel blieben sie bis zum tragischen Unfall 2003 treu. Bei einer Vorführung an seinem 59. Geburtstag wurde Roy damals von einem Tiger attackiert. Er überlebte schwer verletzt und war fortan stark beeinträchtigt und häufig auf einen Rollstuhl angewiesen. Der Unglückstag markierte das Ende des Magier-Duos Siegfried und Roy. Während ihrer dreizehn Jahre im The Mirage Hotel sorgten sie für Einnahmen in der Höhe von 1.5 Milliarden Dollar.
Roy Horn starb 2020 infolge einer Covid-19-Erkrankung, sein Partner Siegfried Fischbacher folgte ihm ein dreiviertel Jahr später.