Darum gehts
- Die Grammy-Verleihung findet heute in Los Angeles statt
- Höhepunkte sind Skandale um Milli Vanilli und Kanye Wests Freundin
- Seit 1959 verliehen, mit 8 prominenten Skandalen, darunter Boykotte und Rückgaben
Heute Nacht ist es so weit: In Los Angeles (USA) finden die alljährlichen Grammy-Verleihungen statt. Der Event macht seit seiner ersten Austragung 1959 nicht nur durch grandiose oder schräge Looks auf dem roten Teppich von sich reden.
Es kam über die Jahrzehnte auch immer wieder zu kleinen und grossen Skandalen. Blick fasst die wichtigsten für euch zusammen.
Milli Vanilli müssen ihren Grammy zurückgeben
Wegen eines grossen Playbackskandals musste das deutsche Kultduo Milli Vanilli seinen Grammy-Award zurückgeben. 1990 war herausgekommen, dass sie keinen einzigen ihrer Megahits selbst gesungen hatten. Fab Morvan (59) und Rob Pilatus (1964–1998) waren künstlerisch nie an der Musik beteiligt. Auch bei Live-Auftritten wurden nur Playbacks abgespielt, die von anderen Künstlern eingesungen wurden. Neun Monate, nachdem sie mit einem Grammy als «Best New Artist» ausgezeichnet wurden, mussten sie die unverdiente Trophäe zurückgeben.
Chris Brown misshandelt Rihanna
Kurz vor den Grammys 2009 verprügelte Chris Brown (36) seine damalige Freundin Rihanna (37). Beide hatten Auftritte während der Preisverleihung geplant, die nach der Festnahme Browns kurzfristig gestrichen wurden. In den Jahren danach wurde die Recording Academy stark kritisiert, weil sie Chris Brown trotz gerichtlicher Verurteilung weiterhin nominierte. 2012 gewann er sogar einen Grammy in der Kategorie «Bestes R&B-Album».
Kanye Wests Freundin kommt fast nackt
In einem extrem durchsichtigen Kleid präsentierte sich Bianca Censori (31), die Freundin des in Verruf geratenen Rappers Kanye West (48), auf dem roten Teppich der Grammy Awards 2025. Zum Kleid aus Strumpfhosen-Material trug sie durchsichtige High Heels. Ihr Fast-Nackt-Look löste grosse Diskussionen aus.
The Weeknd boykottiert die Grammys
R&B-Künstler The Weeknd (35) boykottierte 2021 die Grammys, weil er nicht nominiert wurde – obwohl an seinem Song «Blinding Light» im Vorjahr wirklich niemand vorbeikam. Empört schrieb er: «Die Grammys bleiben korrupt. Ihr schuldet mir, meinen Fans und der Branche mehr Transparenz.» Abel Tesfaye, der hinter The Weeknd steckt, will auch zukünftige Grammys boykottieren und seine Werke der Auswahlkommission nicht mehr einreichen.
Sinéad O’Connor lehnt ihren Preis ab
1991 boykottiert auch die irische Sängerin Sinéad O’Connor (1966–2023) die Veranstaltung und weigert sich, den Grammy in der Kategorie «Beste Alternative-Performance» für ihr Album «I Do Not Want What I Haven’t Got» anzunehmen. Die «Nothing Compares 2 U»-Sängerin wollte damit ein Zeichen gegen die «falschen und materialistischen Werte» der Musikindustrie setzen.
Nicki Minaj performt Exorzismus
Nicki Minaj (43) wurde 2012 von einem falschen katholischen Bischof zu den Grammys begleitet. Ihre Performance zu ihrem Song «Roman Holiday» begann sie in einem Beichtstuhl. Danach begann sie zu schweben und einen Exorzismus durchzuführen. Mit ihrer provokanten Darbietung verärgerte sie Katholiken weltweit.
«Schwulenfeindlicher» Eminem holt Elton John auf die Bühne
Für sein Album «The Marshall Mathers LP» (2000) erntete Eminem (53) heftige Kritik. Der Vorwurf: Homophobe, frauenfeindliche und gewaltverherrlichende Aussagen in seinen Songs. Das Album war so umstritten, dass im US-Senat über manche Texte diskutiert wurde und der Rapper beinahe ein Einreiseverbot nach Kanada erhielt. Trotzdem bekam er für das Album 2001 vier Grammy-Nominierungen und durfte bei der Preisverleihung auftreten. Die grosse Überraschung: Er holte Elton John (78) zu sich auf die Bühne – der schwul ist. Aktivistische Gruppen waren entsetzt, dass Elton John bereit war, eine Bühne mit Eminem zu teilen.