Streit wegen Russland
Jury der Biennale von Venedig tritt geschlossen zurück

Eklat bei der 61. Biennale di Venezia: Die internationale Jury trat geschlossen zurück. Grund ist die Teilnahme Russlands und Israels, deren Regierungen Kriegsverbrechen vorgeworfen werden.
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Die Biennale von Venedig erlebt gerade schwierige Zeiten.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Jury der 61. Biennale in Venedig trat geschlossen zurück.
  • Grund: Streit über Russlands und Israels Ausschluss von Biennale-Preisen.
  • Ab 2026 entscheiden Zuschauer über die Vergabe der «Löwen»-Preise.
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Janine EnderliRedaktorin News

Die internationale Jury der 61. Biennale di Venezia ist geschlossen zurückgetreten. Dies teilte die Stiftung nach einem Treffen mit Präsident Pietrangelo Buttafuoco mit. Der Eklat hatte sich bereits abgezeichnet. 

Wegen der Beteiligung Russlands an der Biennale trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine gibt es seit Monaten Zoff. Zudem geriet die Jury vergangene Woche ins Zentrum der Schlagzeilen, weil sie Russland und Israel von der Vergabe der Biennale-Preise ausschloss.

Streit seit Monaten

Die Jury begründete ihren Schritt mit einer bereits am 22. April angekündigten Haltung: Länder, deren politische Führung vom Internationaler Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist, sollten nicht berücksichtigt werden – konkret Russland und Israel.

Zuvor war es wochenlang zu Spannungen um die Wiedereröffnung des russischen Pavillons und die Teilnahme israelischer Künstler gekommen. Künftig sollen die «Löwen»-Preise der Biennale vom Publikum vergeben werden.

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