«Sie wollen mich aus der Villa raushaben»
Richard Lugners Witwe muss wegen Räumungsklage vor Gericht

Um Richard Lugners Millionenvermögen ist ein Erbstreit entbrannt. Seine Witwe Simone kämpft vor Gericht um das Wohnrecht in der Villa des verstorbenen Bauunternehmers. Die Stiftung fordert 79'900 Euro Wohnkosten für die letzten Monate.
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Richard «Mörtel» Lugner mit seinem «Bienchen», Simone Lugner, im Jahr 2021.
Foto: imago images/Rudolf Gigler

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Streit um Richard Lugners Erbe: Witwe Simone kämpft um Villa-Wohnrecht
  • Lugner Privatstiftung reicht Räumungsklage gegen Simone ein
  • Stiftung fordert 79'900 Euro Wohnkosten für vergangene Monate
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Saskia SchärRedaktorin People

Über ein Jahr ist es bereits her, seit der österreichische Bauunternehmer Richard Lugner im Alter von 91 Jahren in seiner Villa in Wien-Döbling verstarb. Während er nun seine Ruhe gefunden hat, sieht das bei denen, die er zurückgelassen hat, ganz anders aus. Um das millionenschwere Erbe Lugners ist ein regelrechter Streit ausgebrochen. Mittendrin die Lugner Privatstiftung sowie seine sechste und letzte Ehefrau Simone Lugner. Letztere kämpft seit dem Tod ihres Mannes für ihren Verbleib in der einst gemeinsam bewohnten Villa, in der Lugner seinen letzten Atemzug tätigte.

In dieser ist Simone Lugner nämlich weiterhin wohnhaft, was die Lugner Privatstiftung gemäss oe24.at zu ändern gedenkt. Simone Lugner beharrt auf ein lebenslanges Wohnrecht, die Stifung hingegen sieht die Voraussetzungen dafür als nicht erfüllt. Nun ist der Streit eskaliert und Lugner und die Gegenpartei treffen sich demnach am 5. November vor Gericht. «Sie wollen mich aus der Villa raushaben», erklärt Lugner gemäss der Quelle. Die Stiftung habe eine Räumungsklage eingebracht und verlange gemäss den Gerichtsdokumenten 79'900 Euro Wohnkosten für die vergangenen Monate. 

Für Simone Lugners Anwalt Florian Höllwarth ist allerdings klar, dass seine Mandantin zu Recht in der Villa im vornehmen Wiener Stadtteil Döbling wohnt. «Es ist von der Gegenseite ein Schriftsatz eingebracht worden, und auch von uns wurde jetzt einer eingebracht. Simone wurde ein Mietnutzungsrecht zugesagt, das haben wir auch schriftlich. Daher vertreten wir den Standpunkt, dass die Benutzung der Villa gerechtfertigt ist», erklärt er oe24.at.

Verstarb zwei Monate nach dem Jawort

Richard Lugner gab seinem Bienchen – wie er Simone Lugner nannte – am 1. Juni standesamtlich 2024 im Wiener Ratshaus das Jawort. Im Oktober desselben Jahres hätte dann noch eine kirchliche Hochzeit im Stephansdom folgen sollen, doch so weit sollte es nicht mehr kommen. Richard Lugner verstarb am 12. August im Alter von 91 Jahren.

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