Shakira siegt vor Gericht
Spanischer Staat muss Shakira Millionen-Summe zurückzahlen

Pop-Star Shakira feiert Sieg vor Gericht: Die kolumbianische Sängerin erhält über 60 Millionen Euro von der Steuerbehörde zurück. Das Gericht entschied, dass sie 2011 in Spanien nicht steuerpflichtig war.
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Latin-Star Shakira feiert vor Gericht einen eindrücklichen Erfolg.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Shakira erhält 60 Millionen Euro von Spanien zurück, Gerichtsurteil vom 18. Mai 2026
  • Urteil: Steuerbehörde konnte keine Steuerpflicht für 2011 in Spanien nachweisen
  • 60 Millionen Euro inklusive Zinsen waren «rechtswidrig» eingefordert, so die Audiencia Nacional
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Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

Die spanische Audiencia Nacional hat entschieden, dass die kolumbianische Pop-Ikone Shakira (49) über 60 Millionen Euro inklusive Zinsen zurückerhalten muss. Diese Summe hatte Shakira 2011 an Nachzahlungen und Strafen geleistet, die laut Gerichtsurteil «zu Unrecht» erhoben wurden. Das berichtet «El País».

In einer Erklärung zeigte sich Shakira erleichtert: «Nach über acht Jahren brutaler öffentlicher Anfeindungen, orchestrierten Kampagnen zur Zerstörung meines Rufs und schlaflosen Nächten, die meine Gesundheit und die meines Umfelds beeinflusst haben, hat die Audiencia Nacional die Dinge endlich ins richtige Licht gerückt.» Die Sängerin betonte, das Urteil beweise, dass «nie ein Betrug vorlag». Gleichzeitig kritisierte sie die spanische Steuerbehörde scharf: «Mein Name wurde benutzt, um eine Drohbotschaft an andere Steuerzahler zu senden.»

Ein Präzedenzfall?

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass Shakira 2011 steuerlich nicht als Einwohnerin Spaniens galt. Ausschlaggebend war, dass die Steuerbehörde nicht nachweisen konnte, dass die Sängerin mehr als 183 Tage in Spanien verbracht hatte oder dass dort ihr wirtschaftliches und familiäres Zentrum lag – ein Kriterium, das für eine steuerliche Ansässigkeit erfüllt sein muss. Entsprechend war sie nicht verpflichtet, Einkommens- oder Vermögenssteuer in Spanien zu zahlen. Die von der Behörde verhängten Strafen seien «rechtswidrig», so das Urteil.

Shakira nutzte diesen Erfolg, um auf ein grösseres Problem hinzuweisen. «Ich hoffe, dieses Urteil setzt einen Präzedenzfall für die Steuerbehörde und hilft den Tausenden anonymen Bürgern, die täglich von einem System missbraucht und unterdrückt werden, das ihre Schuld voraussetzt», erklärte sie. Laut «El País» hatte die Steuerbehörde argumentiert, dass Shakira durch ihre Beziehung zu dem damaligen FC-Barcelona-Spieler Gerard Piqué (39) in Spanien steuerpflichtig gewesen sei. Diese Behauptung wurde nun vom Gericht widerlegt.

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