Nach schwerer Krankheit
Verleger Jürg Marquard (†81) ist gestorben

Verleger Jürg Marquard ist gestorben. Das hat Blick aus seinem engsten Umfeld erfahren. Marquard prägte die Schweizer Medienbranche massgebend.
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Jürg Marquard ist tot. Der Unternehmer starb nach schwerer Krankheit am Montag in Zürich.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jürg Marquard (†81) verstarb am Montag in Zürich nach langer Krankheit
  • Er gründete 1965 «Pop» und prägte die Schweizer Medienlandschaft entscheidend
  • Mit 2000 CHF startete er seine Karriere und schuf ein Medienimperium

Jürg Marquard (†81), Gründer und Inhaber der Marquard Media Gruppe, ist nach langer, schwerer Krankheit am Montag in Zürich verstorben. Er ist sanft eingeschlafen, wie Blick aus dem engsten Umfeld der Familie erfahren hat.

Mit seinem Tod verliert die Schweizer Medienlandschaft eine der prägendsten Persönlichkeiten des modernen Zeitschriftengeschäfts. Jahrzehntelang lang formte er Publikationen, die den zeitgenössischen Zeitgeist und die Populärkultur massgeblich widerspiegelten.

Seine unternehmerische Laufbahn begann im Jahr 1965. Als 20-Jähriger lieh er sich 2000 Schweizer Franken von Schulfreunden, um die Erstausgabe der Jugendzeitschrift «Pop» zu drucken. Das daraus entstandene Magazin traf das Lebensgefühl einer sich im Wandel befindlichen Jugendgeneration exakt und entwickelte sich rasch zu einem kommerziellen Erfolg. Parallel dazu war Marquard in den Anfangsjahren auch als Radio- und Fernsehmoderator im Pop-Bereich tätig.

Durchbruch mit «Cosmopolitan», Quotenhit «Traumjob»

In den folgenden Jahrzehnten baute er diesen Grundstein zu einer internationalen Mediengruppe aus. Ein verlegerischer Durchbruch im deutschsprachigen Raum gelang ihm 1981 mit der Lancierung von «Cosmopolitan». Unter dem Dach der Marquard Media Gruppe erschienen zudem Titel wie «Joy», «Celebrity» und «Pop/Rocky». Später verlagerte er den Schwerpunkt seiner Unternehmungen erfolgreich auf digitale Angebote, IT-Fachmedien und Entertainment.

Neben seiner Verlegertätigkeit erlangte Marquard auch auf dem Bildschirm grosse Bekanntheit. Im Frühjahr 2005 agierte er als Co-Produzent und Protagonist der Sendung «Traumjob» auf SF 1 – der Schweizer Adaption von Donald Trumps (80) Format «The Apprentice» –, die Rekordquoten erzielte. Später war er als Investor in der TV-Sendung «Die Höhle der Löwen Schweiz» zu sehen. Seit 1995 engagierte er sich zudem als Honorargeneralkonsul von Ungarn in der Schweiz.

«Mein wertvollster Besitz ist die Liebe meiner Frau und meiner Familie»

Trotz seiner Präsenz in der Öffentlichkeit verstand sich Marquard in erster Linie als arbeitender Unternehmer: «Ich betrachte es als Beruf, den ich mit Ernsthaftigkeit ausübe.» Einen klassischen Ruhestand lehnte er für sich stets ab: «Einen Pensionär Marquard wird es nie geben.» Zugleich blickte er mit Distanz auf den rein materiellen Erfolg und betonte: «Mein wertvollster Besitz ist die Liebe meiner Frau und meiner Familie.»

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