Darum gehts
- Mette Frederiksen kritisiert nach Kiew-Reise ungebetenen Kommentar eines Schönheitschirurgen
- Der Arzt schlug die Korrektur eines kleinen Makels auf ihrer Nase vor
- Dänische Regierungschefin kontert, für eine bald 50-jährige Frau sei sie zufrieden, wie sie sei
Das Letzte, was Mette Frederiksen (48) hörte, als sie Kiew verliess: Luftalarm. Kiew hinter sich, Sirenen noch in den Ohren – und dann ein ungefragter Schönheitstipp.
«Der Krieg in Europa geht weiter», schreibt Frederiksen auf Instagram. Doch kaum zurück in Dänemark, wartete auf die dänische Ministerpräsidentin ein «Luxusproblem»: Ein Schönheitschirurg wollte ihr offenbar erklären, was an ihrem Gesicht verbessert werden kann. Konkret ging es um eine Muttermal-ähnliche Erhebung auf ihrer Nase – eine «Warze», wie sie selbst sagt.
«Na los!», kommentierte Frederiksen den Vorfall auf Instagram – und machte klar, was sie vom Vorschlag des Chirurgen hält.
Solche Nachrichten sind für die 48-Jährige nichts Neues. Über die Jahre habe sie unzählige Kommentare zu ihrem Aussehen erhalten – «vor allem, dass ich hässliche Zähne, dünnes Haar und eine hässliche ‹Warze› auf der Nase habe und mir Botox empfohlen wurde».
«Nicht für meine Nase»
Sie sei zufrieden mit ihrem Körper – so, wie er eben sei, als Frau, die bald 50 wird. Und sie habe nicht vor, sich von Fremden erklären zu lassen, was an ihr «repariert» werden müsse.
Dabei trifft Frederiksen einen Nerv. Während in Europa Krieg herrscht, Menschen um ihr Leben fürchten und die Nachrichten täglich voller echter Krisen sind, nehmen sich andere die Zeit, einer Frau ungefragt zu erklären, was mit ihrer Nase nicht stimmt.
«Wenn du mir unbedingt schreiben musst – und du bist herzlich eingeladen –, dann hoffe ich, dass du deine Zeit für etwas Wichtigeres nutzt», schreibt sie. «Nicht für meine Nase.»
Wichtigeres als Perfektion
Am Ende richtet Frederiksen liebevolle Worte an all jene, die sich täglich Kommentare über ihre «perfekten Unvollkommenheiten» anhören müssen.
Eine Regierungschefin, die gerade aus einem Kriegsgebiet zurückkommt, setzt damit ein erstaunlich simples Zeichen.
Echte Menschen haben Falten, dünnes Haar, krumme Zähne und Makel. Manchmal gibt es Wichtigeres als eine perfekte Nase.