Darum gehts
- Fritz Wepper starb 2024; seine Witwe Susanne Kellermann reflektiert über Verlust
- Kellermann gründete Stiftung zur Sepsis-Prävention nach Weppers Erkrankung und Tod
- Sepsis betrifft jährlich 50 Millionen Menschen weltweit, viele Fälle enden tödlich
Die Zeit seit dem Tod des legendären deutschen Schauspielers Fritz Wepper (1941–2024) ist für dessen Witwe schnell vergangen. Susanne Kellermann (52) spricht in der neuesten Ausgabe des Magazins «Bunte» über ihren verstorbenen Mann.
Etwas mehr als zwei Jahre nach dem Tod Weppers kann sie zusammenfassen: «Die letzten zwei Jahre sind vergangen wie im Flug.» Es entstehe «natürlich eine grosse Lücke», wenn ein Mensch sterbe, der zuvor schwer erkrankt war. Sie spreche nicht nur von der menschlichen Seite, sondern auch davon, dass dann eine Aufgabe wegfalle, «die das eigene Leben bestimmt hat». Mit der gemeinsamen Tochter Filippa, die mittlerweile 14 Jahre alt ist, verbringe sie viel Zeit am Chiemsee. Den See liebe Kellermann bereits seit ihrer eigenen Kindheit.
«Noch mal die ganz grosse Liebe erleben»
Im März 2024 hatte Kellermann der «Bild»-Zeitung bestätigt, dass Wepper «friedlich eingeschlafen» sei. Die letzten Wochen vor seinem Tod verbrachte er demnach in einem oberbayerischen Hospiz. Manchmal müsse sie aus dem Nichts an ihren verstorbenen Ehemann denken, erzählt Kellermann jetzt der «Bunten». Dies beeinflusse sie stark: «Dann trifft es mich ganz brutal, und ich vermisse ihn sehr.» Gleichzeitig hofft sie, dass sie in ihrem Leben «noch mal die ganz grosse Liebe erleben» darf.
Auch beruflich standen Veränderungen an. Die Regisseurin, Kamerafrau und Produzentin konnte demnach «eine künstlerisch-konzeptionelle Aufgabe für ein berühmtes Familienunternehmen» übernehmen und sich freiberuflich Film- und Fotoprojekten widmen. Dabei habe sie jedoch gemerkt, dass diese Arbeit sie «nicht ganz erfüllt» hat. Stattdessen wollte sie «etwas Sinnstiftendes» machen.
Kellermann hat unter anderem die Fritz-Wepper-Stiftung gegründet, die sich für die Prävention von Sepsis und Aufklärung einsetzt. Wepper hatte schon im Jahr 2011 mit einer Sepsis, umgangssprachlich häufig als Blutvergiftung bezeichnet, zu kämpfen. Wenige Monate vor seinem Tod war er Berichten zufolge ebenso wegen einer Sepsis in eine Klinik eingeliefert worden.
«Sepsis ist ein medizinischer Notfall. Jede Stunde zählt», heisst es auf der Website der Stiftung. «Dennoch wird sie häufig zu spät erkannt. Die Stiftung engagiert sich deshalb für verständliche Aufklärung, frühzeitiges Erkennen, eine schnelle Behandlung und eine bestmögliche Nachsorge.»