«Hat mein Leben verändert»
Motsi Mabuse spricht über den Suizid ihres Bruders

Motsi Mabuse ist für ihre Ausstrahlung und ihre positive Energie bekannt. Doch die «Let's Dance»-Jurorin kennt auch die düsteren Seiten des Lebens. Offen spricht Mabuse nun über den Suizid ihres Bruders.
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Motsi Mabuse spricht in einem Interview über den Suizid ihres älteren Halbbruders.
Foto: imago/Panama Pictures

Darum gehts

  • Motsi Mabuse spricht über den Suizid ihres Bruders
  • Bis heute präge sie der Verlust
  • Sie wolle ihre Liebsten darum umso enger bei sich haben
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Sophie OferRedaktorin People

«Es gab sehr viele Situationen in meinem Leben, in denen ich richtig stark sein musste. Sowohl als Kind als auch als Erwachsene», sagt Motsi Mabuse (45) im Interview mit dem Magazin «Stern». Eine dieser Situationen war der Verlust ihres älteren Halbbruders Neo. «Er war 18 Jahre alt und ich acht oder neun», erinnert sich Mabuse. Damals lebte sie mit ihrer Familie in Südafrika nahe Pretoria.

Ihr Bruder starb durch Suizid. «Für mich ist es noch immer ein sehr schwieriges Thema. An einem Tag kann ich darüber reden, an einem anderen muss ich sofort weinen», so Mabuse. «Von einem Tag auf den anderen ist ein geliebter Mensch nicht mehr da. Das ist ein heftiges Trauma.»

«Diese Angst kommt immer wieder hoch»

Der Suizid ihres Bruders beschäftigt Mabuse auch noch 30 Jahre später. «Sein Tod hat mein Leben verändert», wie sie gegenüber «Bunte» verrät. «Seitdem halte ich die Menschen, die mir nahestehen, sehr eng bei mir. Gleichzeitig hat dieser Verlust in mir das Gefühl ausgelöst, jeden Tag so leben zu wollen, als könnte es mein letzter sein.»

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Diese Stellen sind rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen und für ihr Umfeld da:

Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben

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Obwohl das ein schöner Gedanke sei, sei dieses Gefühl nicht immer leicht zu ertragen. «Wenn meine Tochter morgens in die Schule geht, denke ich manchmal: ‹War das gerade das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe?› Dieser Gedanke erzeugt einen unglaublichen Druck.» Wenn sie könnte, hätte sie ihre Tochter am liebsten rund um die Uhr bei sich. «Natürlich weiss ich, dass das nicht möglich ist. Aber diese Angst kommt immer wieder hoch.»

Besonders die plötzlichen Abschiede seien es, die Mabuse schwerfallen. Sie brauche lange dafür, so etwas zu verarbeiten. «Hätte ich diesen Verlust nicht erlebt, wäre ich wahrscheinlich entspannter und unbeschwerter», sagt sie. «Auf der anderen Seite nehme ich dadurch die schönen Momente in meinem Leben sehr intensiv wahr.»

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