Wohl beim Schwimmen in Brasilien
ZDF-Sportreporter Michael Pfeffer (†67) ist gestorben

Der langjährige ZDF-Sportreporter Michael Pfeffer ist im Alter von 67 Jahren in Brasilien ums Leben gekommen. Ein früherer Wegbegleiter berichtet, dass der Journalist beim Schwimmen vor Rio de Janeiro gestorben sei.
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Sportreporter Michael Pfeffer war selbst begeisterter Sportler. Das Foto wurde einst in Adelboden aufgenommen.
Foto: Blicksport

Darum gehts

  • ZDF-Sportreporter Michael Pfeffer starb mit 67 Jahren in Brasilien, seiner zweiten Heimat nahe Rio
  • Frühere Kollegen berichten, er sei Mitte September beim Schwimmen vor Rio tödlich verunglückt
  • Pfeffer berichtete für das ZDF über viele Skirennen, Olympia und bis 2011 die Tour de France

Die Stimme von Michael Pfeffer begleitete über Jahrzehnte hinweg grosse Skirennen und die Tour de France. Nun ist der ehemalige ZDF-Sportreporter im Alter von 67 Jahren in Brasilien gestorben. Das geht aus einem Nachruf des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) hervor, den sein früherer ZDF-Kollege Peter Leissl verfasst hat.

Für Pfeffer war Brasilien längst zur zweiten Heimat geworden. Seine Ehefrau Sylvia stammt aus dem südamerikanischen Land, das Paar besass eine Wohnung im berühmten Stadtteil Ipanema von Rio de Janeiro. Dort wollten die beiden nach Angaben Leissls bis Dezember bleiben. Doch der Aufenthalt endete tragisch. «Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das Schicksal so grausam sein kann», schreibt der ehemalige Weggefährte.

Michael Pfeffer soll beim Schwimmen verunglückt sein

Zu den genauen Todesumständen gibt es bislang kaum offizielle Details. Einen Hinweis lieferte sein früherer Wegbereiter Claus Deutelmoser bereits am 25. September. Auf seinem Blog «Briefe von der Burg» schrieb der Journalist: «Dem Vernehmen nach verstarb er vergangene Woche vor einem der berühmten Strände, beim Schwimmen.» Das Unglück geschah demnach Mitte September, ein exaktes Datum wird nicht genannt. Leissl spricht in seinem Gedenktext lediglich von einem «fatalen Moment in der Brandung vor Rio».

Privat suchte der begeisterte Sportler stets die Herausforderung und die Geschwindigkeit. Neben Rennvelo-Touren brannte er für Kitesurfen und Inlineskaten – und schreckte auch vor Risiken nicht zurück. 1999 schwebte er in Lebensgefahr, als er nach einem Sturz bei einer Tiefschnee-Abfahrt im US-Skiort Vail das Bewusstsein verlor.

Jahrzehntelang für das ZDF im Einsatz

Pfeffer startete seine Medienlaufbahn in den 80er-Jahren bei verschiedenen Sportmagazinen. Als früheres Mitglied der deutschen Studenten-Nationalmannschaft im alpinen Skisport brachte er wertvolles Insiderwissen mit zum ZDF. Für den Mainzer Sender berichtete er über zahlreiche Olympische Spiele und Ski-Weltmeisterschaften.

Eine Herzensangelegenheit war für ihn die Tour de France: Von 1998 bis 2011 bildete er gemeinsam mit Peter Leissl das bewährte Kommentatoren-Gespann. Die beiden verbrachten unzählige Sommer zusammen, teilten sich die Reporterkabine und traten in Frankreich auch privat gerne gemeinsam in die Pedale. Noch bei der alpinen Ski-WM 2023 war Pfeffer für das ZDF als Kommentator im Einsatz. Bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2024 in Paris kommentierte er Radrennen.

Michael Pfeffer hinterlässt seine Ehefrau Sylvia und die beiden gemeinsamen Kinder Clara und Matteo. Seine Tochter arbeitet ebenfalls als Journalistin, sein Sohn teilt die Reise- und Sportbegeisterung des Vaters.

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