Matthias Reim (68) raucht gerne hin und wieder. Grosse Angst, dass ihm das schaden könnte, hat der deutsche Schlagersänger nicht. Immerhin habe seine Grossmutter ihr Leben lang geraucht und trotzdem bis ins stolze Alter von 106 Jahren gelebt. «Ich glaube, das ist auch eine Gengeschichte», sagt er im SWR4-Podcast «Assenheimers Promitalk». Er habe die guten Gene seiner Grossmutter geerbt, ist sich Reim sicher.
Ganz so locker nimmt es Reim dann aber doch nicht, wie er zugibt. «Ich habe auch immer Angst vor den Konsequenzen meines ungesunden Lebens.» Sehr konkret wurden seine Ängste dann plötzlich, als bei einem Check-up eine Unregelmässigkeit auf einer Röntgenaufnahme auffiel.
«Da ist was»
Nachdem er sich die Aufnahme von Reims Lunge angesehen hatte, habe der Arzt zu Reim gesagt: «Wir müssen mal ins CT. Guck mal hier, da ist irgendwas.» Der Arzt konnte nicht genau bestimmen, worum es sich bei dem Befund handelte. Eine Computertomografie sollte Klarheit bringen. «Das kann jetzt gutartig sein, bösartig – da ist was», sagte der Arzt.
Für Reim war es ein Schock. Er habe sofort «Panik» bekommen. Die Ungewissheit über den Befund bereitete ihm grosse Sorgen. «Lieber Gott, bitte, bitte nicht!», habe er bei sich gedacht.
Dass er anschliessend drei Wochen auf einen CT-Termin warten sollte, kam für den Sänger nicht infrage. «Ich will den morgen», stand für ihn fest.
«Wie das im Kopf rattert»
Und so sollte es auch kommen, denn: «Ich bin Matthias Reim.» Die Nacht, die zwischen den beiden Untersuchungen lag, war schwer für Reim. «Wie das im Kopf rattert», erinnert er sich. Plötzlich stand die Frage im Raum, ob er an Lungenkrebs erkrankt war.
Am nächsten Tag dann das grosse Aufatmen. Nachdem ein CT-Scan seiner Lunge angefertigt worden war, habe ein Arzt ihn gefragt, warum er überhaupt da sei. «Und dann war es einfach ein Fehler auf dem Röntgenbild», erklärt Reim. «Es war einfach eine Spiegelung oder weiss der Teufel was.» Es folgte die ersehnte Entwarnung: «Da ist nichts», so der behandelnde Arzt. «Dann bin ich erst mal ins Auto und habe eine Zigarette angezündet», erzählt Reim erleichtert.