«9 to 5» war einer von Dolly Partons grössten Hits
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Auf Platz 1 der Charts:«9 to 5» war einer von Dolly Partons grössten Hits

Dolly Parton (†80) gestorben
Fünf Tage vor dem Tod mit Nierenproblemen ins Spital eingeliefert

Die Country-Königin, Hollywood-Star und Philanthropin Dolly Parton ist verstorben. Vor fünf Tagen wurde sie wegen Nieren- und Autoimmun-Beschwerden hospitalisiert. Die US-Amerikanerin prägte die Popkultur über Generationen hinweg.
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Country-Ikone Dolly Parton ist tot.
Foto: imago images/Cinema Publishers Collection
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Saskia SchärRedaktorin People

Die Sängerin verstarb am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren, wie ihre Familie auf Social Media bestätigt. Laut US-Medienberichten (u.A. «Page Six») wurde Parton bereits vor fünf Tagen «wegen Nieren- und Autoimmunbeschwerden» in ein Spital in Nashville eingeliefert, wo sie am Dienstagmorgen starb.

Ihr Neffe Bryan Seaver teilte ein herzzerreissendes Video auf Instagram. «Dieses Video ist etwas, worum mich Dolly vor Jahren gebeten hat, bevor ich es als zukünftige Realität begreifen konnte», sagt er. Seit über zwanzig Jahren war Bryan Seaver Partons Sicherheitschef. «Es ist eine Ehre, eine Ehre, die sich mit absolutem Stolz und grosser Trauer mischt», erklärt er. «Aber die Trauer liegt bei uns, nicht bei Dolly. Dolly hat im Licht gelebt und ist in den Armen von Jesus, mit Sicherheit empfangen von Carl, ihren Eltern und unzähligen anderen, die sie beobachtet und sich danach gesehnt haben, sie im Himmel zu treffen.» 

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«Dolly hat auch Türen für Generationen von Sängern, Songwritern, Musikern und Träumern aus allen Lebensbereichen und auf allen Kontinenten geöffnet. Durch ihr Vorbild glaubten wir, dass alles möglich sei. Sie hat nie eine Tür gesehen, die sie nicht öffnen konnte, und die Türen, die sie öffnete, haben Geschichte geschrieben und verändert», so Seaver weiter. «Unsere Familie und das Team, dem sie ihr Erbe anvertraut hat, werden fleissig daran arbeiten, sicherzustellen, dass ihr Geist für immer bei uns weiterlebt. Dolly war eine Farmerin, genau wie ihr Papa. Er hat den Boden bestellt, sie hat Songs und Glück geerntet. Dolly hat mich angerufen und gesagt, dass sie auf einem wunderschönen Bett aus weicher Baumwolle ruhen möchte, weil sie es nach einem Leben voller schwerer Strasssteine endlich verdient hat, es bequem zu haben und sich auszuruhen.»

Schon 2025 machte man sich grosse Sorgen um die schillernde Blondine. Im September desselben Jahres musste Parton wegen gesundheitlicher Probleme ihre sechs Shows in Las Vegas verschieben, bevor sie sie im Mai 2026 ganz absagte. Auch danach musste sie immer wieder Auftritte absagen – sogar in ihrem eigenen Freizeitpark «Dollywood» in Tennessee.

Mit «Jolene» eroberte sie die Herzen der Welt
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Live-Auftritt von 1973:Mit «Jolene» eroberte sie die Herzen der Welt

Rekorde, Nummer-1-Hits und Grammys

Ihre Karriere ist das ultimative amerikanische Märchen: Aufgewachsen in einer winzigen Holzhütte in den Smokey Mountains als eines von zwölf Kindern einer armen Bauernfamilie, eroberte die nur 1,52 Meter grosse Frau die ganze Welt. Ihre Markenzeichen: toupierte blonde Haare, Wespentaille und eine gewaltige Oberweite, mit der sie stets humorvoll umging.

Der Durchbruch gelang ihr Ende der 1960er-Jahre an der Seite von Porter Wagoner (1927–2007) in dessen TV-Show. Der finale Sprung zum Solo-Superstar folgte 1973 mit «Jolene» – dem Song, der sie unsterblich machte. Mit Mega-Hits wie «9 to 5» und dem Original von «I Will Always Love You» (welches später durch Whitney Houston erneut zum Welt-Hit wurde) schrieb sie Musikgeschichte.

Parton verkaufte über 100 Millionen Tonträger, räumte elf Grammys ab und schaffte das schier Unmögliche: Sie landete in fünf aufeinanderfolgenden Jahrzehnten mindestens einen Top-10-Hit in den US-Country-Charts. Insgesamt feierte sie sensationelle 25 Nummer-1-Singles und erreichte 2023 mit ihrem Album «Rockstar» Platz 3 der allgemeinen US-Billboard-200-Albumcharts – ihr bester Wert in diesen All-Genre-Charts überhaupt. Zudem wurde sie sowohl in die Country Music Hall of Fame als auch in die Rock and Roll Hall of Fame und die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Spendete Millionen

Privat hielt die Sängerin ihr Leben weitgehend aus der Öffentlichkeit. Fast 60 Jahre lang war sie mit Carl Dean (1942-2025) verheiratet, der das Scheinwerferlicht strikt mied. Gemeinsame Kinder hat das Paar keine – ein Schicksalsschlag für die Sängerin. Parton litt unter schwerer Endometriose und musste sich Mitte der 1980er-Jahre in einer Notoperation die Gebärmutter entfernen lassen. Die bittere Erkenntnis, nie Mutter werden zu können, stürzte sie damals in schwere Depressionen.

Ihr gigantisches Herz für Kinder lebte sie stattdessen anders aus: Mit ihrer Stiftung «Imagination Library» verschenkte Parton über die Jahre mehr als 200 Millionen Bücher an Kinder. Zudem spendete die Musik-Millionärin immer wieder Millionenbeträge für die Medizin- und Krebsforschung.

Mit Dolly Parton verliert die Welt eine ihrer schillerndsten, liebenswertesten und grössten Ikonen.

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